Die tägliche Meditation

…besteht zunächst bis Tag 15 aus 15 Minuten ruhig hinsetzen (Timer! Ach, und Telefon leise schalten nicht vergessen!) und beim Einatmen an weißes, positive Energie enthaltendes, und beim Ausatmen an schwarzes, Stress und Ärger enthaltendes Licht zu denken. Ab Tag 16 soll in 3 Schritten gesteigert werden. Dafür sind 3 Qigong-Übungen angegeben. Ich kann mir gerade noch nicht vorstellen, einen Energieball in Händen zu halten, aber ich vertraue jetzt mal und fange einfach an. Die Vorgabe lautet, man solle keinen Tag damit aussetzen. Puh!
Aber es heißt ja auch, man soll jeden Tag nur an heute denken, und morgen dann an morgen. Man kommt soweit wie man kommt. Der Gedanke tröstet mich. Trotzdem habe ich den Meditationspart mal wieder ganz ans Ende des Tages geschoben. Kaum zu glauben, dass man sich vor einem 15-Minuten-Nichtstun-Auftrag dermaßen drücken muß.

Der Tipp mit den Ohrstöpseln war gut, wenn ich ihn auch noch beherzigt hätte noch besser. So passiert das, was auch angekündigt ist: Die Gedanken schweifen ständig ab. Alle 2 Minuten richte ich mich wieder gerade und gefühlt linse ich bei Minute 3 schon auf die Uhr. Nicht ablenken lassen – einatmen – ausatmen – immer im Wechsel. Das Plingplong-Windspiel plingt und plongt – einatmen – hell, positiv – ausatmen – dunkel, negativ – ich denke an Mönche und daran, ob ich diesen Part nicht lieber auf die Zeit legen will, in der alle noch schlafen – einatmen, weiß – ausatmen, schwarz – ich höre die Katzen futtern und bin froh, daran wenigstens vorher noch gedacht zu haben – einatmen, Sonnenlicht – ausatmen, Schatten – wann klingelt nun dieser Wecker? – Rücken wieder gerade richten – einatmen – ausatmen – … Und plötzlich sind 15 Minuten um. War gar nicht so lang. Aber von Entspannung oder Erleuchtung merke ich nichts. Nur meinen muskelkatergeplagten Rücken spüre ich noch mehr als vorher.

Regelmäßig meditierende Menschen sind nachweislich gesünder und haben weniger Stress heißt es. Meditieren sei eine gute Möglichkeit, Stress abzubauen. Eventuell liegt meine Abneigung einfach darin begründet, dass ich wenig Stress habe? Ich werde die 60 Tage durchzuhalten versuchen. Vielleicht ergibt sich ja, wie angekündigt, nach 1-2 Wochen eine Veränderung und ich stelle fest, dass nur einfach aller Anfang schwer war.

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