Tag 7 (veganer Kartoffel-Pastinakenbrei)

…bringt beim Wiegen Ernüchterung. Aber erst heute Abend ist die erste der siebeneinhalb Wochen zu Ende und ich darf noch hoffen. Jedenfalls hat es mich motiviert, mein Sportprogramm nicht ausfallen oder schleifen zu lassen. So ein bißchen hat sich da nämlich der Schlendrian eingeschlichen.

veganer Brotaufstrich selbstgemacht

veganer Brotaufstrich selbstgemacht

Mit neuen alten guten Vorsätzen mache ich mich also an mein Frühstück und beschließe die Avocadocreme von Tag 5 auf einem getoasteten Vollkornbrot zu probieren. Zum Frühstück dazu gab es ein kleines Glas VFY-Juice und einen Dinkelmilchkaffee. Beim Bäcker wurde mir versichert, dass dieses Brot nicht eingefärbt und gezuckert ist, die Sauerteigkultur selbst angesetzt rein nur aus Roggenmehl und Wasser. Na dann!

Während ich recherchiere, ob das überhaupt ohne Zucker gehen kann, finde ich eine nette Seite, auf der so wunderbar erklärt wird, wie man selbst Sauerteigbrot bäckt, dass ich sofort Lust bekomme, mich in die Küche zu stellen und es selbst zu versuchen. Für mich klingt das jedenfalls ansprechender als das Ciabatta in Hildmanns Buch. Aber für einen Sauerteig braucht man Geduld. Die ersten Brote werden meist nicht besonders fluffig, denn so ein Sauerteig reift erst mit der Zeit.

Zurück zum Thema. Salzig am Morgen wird – bis auf Fisch – nichts bei mir. Ich bin und bleibe eher Süßfrühstücker. Trotzdem muss ich sagen, dass es wirklich gut geschmeckt hat. Ja, für ein geröstetes Vollkornbrot ist das Mus genau das Richtige! Und überdies eine gute Möglichkeit, trockene Endstücke (die hier keiner mag) ebenfalls zu verwerten. Wieder einmal muß ich beschämt eingestehen, dass Hildmann schon raushat, was gut zusammen pass. Denn die Avocadocreme ist als Rezept für einen Brotaufstrich angegeben. Die anderen beiden Brotaufstrich-Rezepte klingen ebenfalls so lecker, dass ich nun ins Grübeln komme, ob gelegentlich Salziges zum Frühstück nicht doch machbar ist, wenn es so lecker daherkommt.

Weichgekochte Pastinake wird mit Kochwasser püriert, Kartoffeln gestampft und mit Salz, Muskatnuss und Hafersahne zusammen aufgekocht

Weichgekochte Pastinake wird mit Kochwasser püriert, Kartoffeln gestampft und mit Salz, Muskatnuss und Hafersahne zusammen aufgekocht

Das Mittagessen ist heute familientauglich variabel. Ich beschließe einen Kartoffel-Pastinakenbrei zu machen. Mein Sohn liebt Kartoffelbrei. Aber eben mit Milch und Butter. Ausserdem muß für ihn Mais, Erbsen und kleingeschnittene Wienerle drin sein. Sicher, das läßt sich auch vegan umwandeln. Aber man muß ja nicht päpstlicher sein als der Papst. Immerhin hat er eine Woche tapfer durchgehalten und alles probiert und lecker befunden. Also stampfe ich in einem Topf die gekochten Kartoffeln, püriere weich gekochte Pastinake und mische meinen Teil mit Hafersahne, seinen wie üblich mit Butter und Milch.

Kartoffel-Pastinakenbrei auf veganisch (1 Potion)

  • Kartoffelbrei vegan

    2 mittelgroße Kartoffeln

  • 1 mittelgroße Pastinake
  • Pastinakenkochwasser
    (zum pürieren)
  • 1/2 Packung Hafersahne
  • 2 EL Erbsen (optional)
  • 2 EL TK-Mais (optional)
  • 1 Msp. geriebene Muskatnuss
  • Pfeffer, Salz

Pastinaken sollte man unbedingt in Bioqualität kaufen. Konventionell angebaute schmecken wahlweise bitter oder nach gar nichts. Biopastinaken dagegen sind sehr süß. Wer es nicht gern so süß mag nimmt einfach eine kleinere Pastinake. Kartoffeln zu pürieren gibt eine klebrige Masse, die eher an Kleister erinnert als an Kartoffelbrei. Daher bitte nicht aus Arbeitsersparnis zusammen pürieren, sondern die Kartoffeln wirklich nur stampfen.

Ich habe das Kochwasser für die Pasinake übrigens nicht gesalzen, da ich es noch weiterverwenden wollte. Wie ich mal in einem Kochbuch von Fernsehkoch Rach las, sei einer der größten Fehler, Kochwasser das man (reduziert) weiterverwenden will zu salzen. Das macht man immer hinterher! Es sei denn, man mag Überraschungen und sein Essen versalzen.

Und als Nachtisch gibt es für mich dann noch einal eine Tasse Pai Mu Tan.

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