Tag 30 (Halbzeit!)

Heute ist die Hälfte der Challenge-Zeit um. Ich kann es kaum glauben. Es ging schnell vorbei. Ein Fazit zu veganer Ernährung gefällig?

  • Interessante Selbst-Erfahrung – empfehlenswert
  • Gar nicht so schwer, auf Fleisch zu verzichten – prüfenswert
  • Außerhaus ohne Kochmöglichkeit, etwas eintönig – bedauernswert
  • Familientauglichkeit teilweise gegeben – wissenswert
  • Man kommt mit anderen ins Gespräch darüber – mitteilenswert
  • Bei täglichem selbstkochen durchaus günstig – preiswert
  • Man lernt viele neue Lebensmittel kennen – staunenswert
  • Man fühlt sich moralisch hyperkorrekt – beneidenswert
  • Man fühlt sich gelegentlich ausgegrenzt – bemittleidenswert
  • Ärzte nehmen einen als gesundheitsbewußter wahr – ehrenwert
  • Man besinnt sich auf alte Ernährungstraditionen – schützenswert
  • Man kocht kaum saisonal, wenn man nach Buch kocht – verurteilenswert

Heute in der Mensa habe ich wiedermal nur Salat gegessen. Ich glaube, auf Dauer würde es seeeeeehr eintönig als Veganer. Ich habe noch ein paar trockene Kartoffeln gegessen, während mein Kommilitone nebendran vom supertollen Milchreis mit Zimtzucker schwärmte. Gemein, oder? Der ist nämlich „nur“ Vegetarier und fülte sich wahrscheinlich mal so richtig als jemand, der nicht verzichten muß. Es war ihm gegönnt. Ich darf ja in 30 Tagen wieder Fleisch essen, Milch und Käse zu mir nehmen und „ganz normal“ essen. Werde ich das tun? Ja, ich werde. Aber ich werde sicher nicht mehr so selbstverständlich die Butter in die Pfanne schmeißen, mein Frühstücksei essen oder mein Lachsbrötchen verspeisen. Ich werde bewußter wahrnehmen, was ich auf dem Teller habe und es mehr wertschätzen.

Schön finde ich auch, dass mein Sohn über dieses Thema auf ganz einfache Art an Ernährungsfragen herangeführt wird, ohne ideologische Verblendung, einfach als wertneutrale Information, dass man AUCH vegan leben kann.

Heute abend hieß es, aus den selben Zutaten wie gestern eine völlig andere Mahlzeit zu kreieren. Also habe ich 4 Tomaten mit 5 Frühlingszwiebeln püriert und den Brei anschließend eingekocht, bis er sähmige Konsistenz hatte. Parallel dazu habe ich 2 Karotten grob geschnitten und in Wasser gekocht. Karotten entwicklen beim langen Kochen eine besimmte Form der Süße. Probiert das mal aus. Kocht Karotten mal 5 Minuten bis sie gerade bißfest sind und einmal eine halbe Stunde und probiert den Unterschied. Erstaunlich! Ich habe das erstmals bei der Katzenfutterzubereitung gelernt, dass es einen großen Unterschied macht, wie lange Karotten gekocht werden. Es scheinen sich auch irgendwelche magenschonenenden Stoffe beim längeren kochen zu entwickeln.

P1010628Ich habe eine Zucchini in 5mm dicke Scheiben geschnitten, mit etwas Olivenöl und Salz bestrichen, bei 200°C für ca. 15 Minuten in den Backofen geschoben und danach kleingewürfelt. So haben die Zucchini einen etwas anderen Geschmack bekommen als am Vortag, wo sie mit  dem übrigen Gemüse mitgedünstet wurden.

Das Tomaten-Zwiebel-Sugo habe ich mit den pürierten Karotten (etwas Kochwasser verwenden) gemischt, mit einer in Streifen geschnittenen Fühlingszwiebel und 1 Schnapsglas Rotwein nochmals aufgekocht. Zum Schluß habe ich die Zucchini und den frisch geschnittenen Basilikum untergehoben und mit Salz abgeschmeckt. Dazu gab es die ökologisch wertvollen Dinkel-Vollkorn-Penne von gestern und dann sah das ganze so aus.Tomaten-Sugo mit NudelnJa, das schmeckte wirklich anders als das Gericht vom Vortag, obwohl die selben Zutaten verwendet wurden. Ob wegen der langen Kochzeiten allerdings noch so viele gesunderhaltende Inhaltsstoffe enthalten waren, kann ich nicht sagen. Aber es war schon eine Herausforderung, es anders schmecken zu lassen als am Vortag.

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