Gewichtsentwicklung letzter Teil

Es ist schon interessant, wie unterschiedlich Waagen sind. Die Waage im Krankenhaus lies mich glauben, ich hätte wieder ein Kilogramm zugenommen. Hier aber habe ich mein Gewicht gehalten. Ich bin froh drum. Denn in den letzten Wochen ging es mir doch teilweise recht rapide runter, was hauptsächlich an den vielen Fastentagen lag, die ich aufgrund irgendwelcher nüchtern zu absolvierender abendlicher Untersuchungen einlegen mußte oder schlicht, um den Verdauungstrakt erst mal wieder zur Ruhe kommen zu lassen.Gewichtsentwicklung Tag 62

Schön wäre gewesen, wenn ich dabei auch noch meine Muskelmasse behalten hätte. So gehe ich aber davon aus, dass ich bei Trainingsstart erst mal wieder etwas zulegen würde. Denn immer nur im Bett liegen macht die Muskulatur auch nicht schwerer. Aber ich will nicht meckern. 9,1kg in 60 Tagen sind wirklich super. Mein Wunschgewicht lag bei 64kg und da bin ich gerade knapp drunter gekommen. Wenn ich wieder fit bin, werde ich erst mal ein wenig nach Frühlingskleidern shoppen gehen. 😉

Verjüngug durch Triät?

Ich hatte euch ja noch eine lustige Geschichte versprochen dazu. Ich lag im Krankenhaus zuerst mit einer 85-jährigen netten und gedanklich vollkommen fitten Dame im Zimmer. Sie erzählte mir, dass sie immer schon viel Gemüse im eigenen Garten angebaut hat, immer viel Gemüse gegessen hat und eher seltener Fleisch. Sie hatte kein Diabetes, war flink auf den Beinen für ihr Alter, geistig vollkommen rege, konnte gut hören (auch wenn sie z.B. fürs Fernsehen ein Hörgerät benutzte), keinen Herzschrittmacher, kein künstliches Hüftgelenk und nur ewas Osteoporose, was aufgrund der Mangelernährung im Krieg beim Kinderkriegen viele ältere Damen haben. Der Körper holt sich das Calcium fürs Kind halt einfach aus den Knochen. Und sie hatte fünf davon bekommen.

Wir saßen zusammen am Tisch bei Essen und ich erwähnte in dem Gespräch eher beiläufig mein Alter (45). Sie wollte es mir nicht glauben, so dass ich schon fast überlegte, ihr meinen Ausweis zu zeigen. Sie war vollkommen überrascht und erzählte mir, sie hätte mich für 29 (!) gehalten, so energisch und jung wirke ich und so glatte Haut wie ich hätte. Ich fühlte mich geschmeichelt, beteuerte aber, dass ich wirklich so alt sei. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, was diesbezüglich nun auf mich zukommen würde.

Jedem Anrufer und Besucher erzählte sie ab dann, er/sie solle mal raten, wie alt ich wäre. Sie hätte sich ja total verschätzt. Derart verunsichert hat natürlich jeder erst mal weit unten angefangen, um ja in kein Fettnäpfchen zu treten. Die Untergrenze lag einmal bei 23. Haha.

Aber dem nicht genug. Einen Tag später bekamen wir einen Neuzugang aufs Zimmer. Eine übergewichtige 65-jährige Dame mit Herzproblemen, Atmnot und Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates, Mutter von 10 Kindern, die kaum im Zimmer angekommen erst mal als Vesper süße Stückchen und Schokolade ausgepackt bekam. Die gesamte mitgekommene Familie (es war nur ein kleiner Ausschnitt, aber dieser füllte anzahl- und füllemäßig das Zimmer sehr deutlich) war auch vollschlank und über die Tage hatte sie in ihrem Zimmer allerlei Leckereien und auch Wienerle zum nebenher knabbern. Ich habe sie in den ganzen eineinhalb Tagen kein einziges frisches Lebensmittel essen sehen. Und als sie sich mit der alten Dame übers kochen für viele Kinder unterhielt, wurden die Unterschiede im Ernährungsverhalten der beiden versteckt schon deutlich.

Natürlich wurde sie von der alten Dame auch instruiert, mein Alter zu schätzen und verschätzte sich ebenfalls. Ab da bekam jeder Besuch und Anrufer, und der Neuzugang hatte ja wirklich einige Kinder, die kamen, diese Schätzfrage gestellt. Man hat im Krankenhaus ja eh nicht viel zu tun und aufgrund der geringen Ereignisdichte nicht viel zu erzählen, warum sich also nicht über das Alter der Zimmergenossin austauschen. Mir wurde es langsam etwas öd, denn es war ja immer das selbe. Aber ich lies es geduldig über mich ergehen und nahm es mit Humor.

Die Tochter der 65-jährigen meinte aber einmal: „Also wenn ich in dem Alter noch so jung aussehe, dann würde ich mein wahres Alter garantiert nicht sagen.“
Wohl gesprochen! Hätte ich geahnt, dass es sich so entwickelt, hätte ich das sicher getan. So bleibt nur die offene Frage zurück, ob dies nun allein an den 50 Tagen Triät lag. Falls ja, würde ich SOFORT damit aufhören, damit ich im Sommer bei Alkohol kaufen im Supermarkt nicht jedes mal meinen Ausweis vorzeigen muß.

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2 Gedanken zu „Gewichtsentwicklung letzter Teil

  1. Darf ich altaussehende Jungmutter dich heute trotzdem besuchen oder bin ich dir nicht vegan verjüngt genug? 🙂
    Aber mal ganz ehrlich, jung schaust aus und richtig schlank bist auch wieder … und immer noch sehr groß aus meiner kleinen Perspektive

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