Tag 61 oder der Beginn einer neuen Zeitrechnung?

Gestern wurden die 60 Tage ja offiziell beendet. Also habe ich gestern das erste mal eine kleine Schokopraline gegessen. Sonderlich Lust auf unvegan verspüre ich aber derzeit (noch?) nicht. Trotzdem ist es schon auch etwas befreiend, wieder zuckerhaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen zu dürfen.

Das hat mich aber nicht daran gehindert, mir heute ein eigenes veganes Gericht aus Gemüseresten zuzubereiten, wärend meine Männer Putengeschnetzeltes mit Reis gegessen haben. Ich habe kurzerhand etwas Gemüse geraspelt, angebraten, gewürzt und mit gekochtem Reis vermischt. Die angegebene Menge ist für 1 Portion.

1 Portion Reis ohne Salz gekochtGemüserisotto Zubereitung
1 EL Olivenöl
1 Frühlingszwiebel in Ringe geschnitten
1 Champignon kleingewürfelt
1 Karotte grob geraspelt
1/2 rote Paprika geraspelt
6cm Zucchini-Stück geraspelt
1 TL Reissirup
1 TL getrockneter Oregano
1 EL Zitronensaft
1 EL Mandelmus
2 EL Salz
Pfeffer

.
Reis mit wenig Wasser gerade gar kochen. Während dessen, Frühlingszwiebel und Champignon in Olivenöl 3 Minuten anbraten, danach Gemüseraspel und Oregano zugeben und weitere 5 Minuten braten. Zitronensaft mit Mandelmus, Salz und Reissirup verrühren und unter das Gemüse mischen. Danach Reis unterheben und mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Gemüsereis-Gericht

Veganer Gemüsereis, lecker und mit Raspelmaschine in etwa 15-20 Minuten tellerfertig.

Schon interessant, dass ich einfach weiterhin vegan gekocht habe und mich das Putengeschnetzelte gar nicht wirklich interessiert hat. Aber morgen gibt es Faschingsberliner. Da sind natürlich Eier drin. Und klar werden die genossen!

Da ich heute erst nach dem Frühstück aus dem Krankenhaus entlassen wurde, gibt es erst morgen den Abschlußwiegetag. Ich glaube aber, dass mein Gewicht wieder etwas nach oben gegangen ist, weil ich die letzten 10 Tage schlicht nicht auf Zucker verzichten konnte. Ich mußte nehmen, was die Krankenhausküche bot. Und ich mußte für meine Genesung auch Kalorien zu mir nehmen.

Den VFY-Beweglichkeitstest kann ich jetzt natürlich nicht absolvieren. Denn erstens habe ich fast die Hälfte der Zeit im Krankenhaus verbracht und nicht an Streching gedacht, zum zweiten könnte ich mich jetzt wegen der noch schmerzenden Narben in der Bauchdecke nicht problemlos runterbeugen. Daher muß es leider leider entfallen.

Sport? Ja, das ist so ein Thema bei mir. Ich bewege mich gern, aber explizit schwitzen fiel mir in den letzten Jahren sehr schwer. Insbesondere deshalb, weil ich starke Hitzewallungen hatte und mir per se schon 10 bis 20 mal am Tag der Schweiß ausbrach, ohne dass ich überhaupt etwas tat. Wer hat da noch Lust auf Sport und Schwitzen? Seltsamerweise sind meine Hitzewallungen mit veganer und zuckerfreier Kost schlagartig fast auf null runtergefahren. Ich werde in den nächsten Wochen also probieren, ob es am Zucker lag und wenn nicht, was es dann ausmacht. Allein die Tatsache, dass Ernährung Hitzewallungen reduzieren kann macht mich schon nachdenklich, wie wichtig es ist darüber nachzudenken, was wir essen. Oder lag es am Sport? Auch das wäre möglich, passt aber nicht so ganz dazu, dass die Beschwerden auch in den letzten Wochen kaum aufgetreten sind, obwohl ich keinen Sport gemacht habe. Und trotzdem habe ich den Arzt heute bei der Entlassung gefragt, wann wieder Zumba möglich ist und wann Bauchmuskeltraining. Nun ja, 3 Wochen sollte ich noch warten, Zumba darf ich aber nach 1-2 Wochen Schonung schon machen, wenn ich mich gut dabei fühle auch gern schon früher. Ja, Zumba wird in meinem Leben bleiben. Aber im heimischen Wohnzimmer vor der Wii, ziemlich sicher.

Meditation? Nein, nach wie vor nichts für mich. Ich habe whrend der Challenge keinen Zugang dazu gefunden.

Bleibt noch die Frage ob ich weitermache, mich vegan zu ernähren. Ja, gelegentlich. Nicht mehr so streng, aber doch häufiger. Mein Freundeskreis kann also aufatmen. Ich habe den Eindruck, durch das Nachkochen der Rezepte habe ich eine Vorstellung davon bekomen, was ich wie kombinieren kann. Und natürlich steht das Rote Bete-Carpacchio mit Macadamianüssen noch aus. Das ist ja ein Must, wenn ich so lese. Da das Buch Vegan For Fun meist bessere Kritiken bekommen hat, werde ich mir eventuell noch dieses irgendwo gebraucht zulegen. Die Rezepte darin sollen einfacher und alltagstauglicher sein. Es bleibt also spannend.

Ihr werdet auch zukünftig hier meine Erfahrungen mit veganen Rezepten lesen können. Vielleicht nicht täglich, aber doch öfter. Wer informiert werden möchte, kann den Blog gerne abonnieren.

Zuckerverzicht? Nun, nicht wirklich. Aber ein bewußterer Umgang mit Zucker und Süßungsstoffen. Das wird es wohl schon sein. Reissirup, Apfelsüße und Agvendicksaft werden sicherlich dauerhaft Eingang in meine Küche finden.

Verjüngung? Dazu möchte ich euch morgen eine sehr amüsante Geschichte aus dem Krankenhaus berichten. 😀

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