Bohnenburger mit Süßkartoffelpüree und Funky-Monkey-Banana-Muffins

Ich habe ja neulich die Kidneybohnenbuletten zubereitet und den Begriff Bulette damals als smart bezeichnet. Aber darf sich ein veganes Gericht tarnen und den Namen eines nichtveganen Gerichts annehmen? Ist das verwerflich? Darf ein veganer Ceesecake so heißen, obwohl gar kein Cheese drin ist? Was macht man mit solchen Bezeichnungen? Vermeiden? Damit spielerisch umgehen? Wortkreationen erfinden, unter denen es keiner findet, man sich als Vegankoch aber korrekt fühlt, um besonders Fleischessern, die sich davon veräppelt fühlen, gerecht zu werden? Gerne würde ich Herrn Hildmann diese Frage stellen. Ich vermute er würde in der Art antworten: Ist doch egal wie man es nennt, einen Namen braucht es halt und Buletten kennen die Leute eben.

Um die heutigen Bratlinge von denen aus dem VFY-Buch zu unterscheiden habe ich sie nun Bohnenburger genannt. Sie sind kaum anders, aber doch ein bißchen. Netterweise habe ich in einem Forum ein Rezept erhalten, das ohne Johannisbrotkernmehl auskommt und dies etwas abgeändert. Darin war als Gewürz Kreuzkümmel angegeben und ich finde, damit gewinnt es noch an Geschmack. Kann ich also nur empfehlen.

Bohnenburger

  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 1 1/2 rote Zwiebeln in Würfel
  • 1 Knoblauchzehe zerdrückt
  • 2 EL Pinienkerne gehackt
  • 3 EL Haferflocken gemahlen (es geht auch normales Mehl)
  • 2 EL Petersilie gehackt
  • 2 EL Basilikum gehackt
  • Süßkartoffeln schälen und in grobe Würfel schneiden und 10-12 Minuten weichkochen

    Süßkartoffeln schälen, in grobe Würfel schneiden, 10-12 Minuten weichkochen und mit Milch und Mandelmus zu Püree stampfen.

    1 EL Senf

  • 1 Msp. Zimt gemahlen
  • 1 Msp. Kardamom gemahlen
  • 2 Msp. Kreuzkümmel gemahlen
  • 1/2 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Olivenöl

Süßkartoffelpüree

  • 3 Süßkartoffeln
  • 80ml Dinkelmilch
  • 2 EL Mandelmus
  • 172 TL Salz

Für die Burger die Bohnen zerdrücken, mit den restlichen Zutaten bis auf das Öl vermischen und etwas ruhen lassen. Anschließend die Süßkartoffelnzu in Stücke schneiden und etwa 10-12 Minuten in Wasser kochen. Aus dem Teig Burger formen (die Menge ergibt etwa 4-5 mittelgroße Burger) und in einer Pfanne mit dem Öl von beiden Seiten knusprig anbraten. Milch mit Mandelmus erwärmen, das Süßkartoffel-Kochwasser abgießen und mit Mandelmilch und Salz zusammen stampfen.Bohnenburger mit Süßkartoffepüree

Im anderen Rezept waren gebratene Pilze angegeben. Da Junior aber Pilze überhaupt nicht mag, habe ich sie weggelassen. Wer also möchte kann auch saisonales Gemüse mitverarbeiten wie eben Pilze oder auch Paprika, Erbsen oder anderes. Eventuell dann etwas mehr Mehl zugeben.

Funky-Monkey-Banana-Muffins

Heute nachmittag zum Kaffee haben wir die Bananen-Muffins aus dem VFY-Buch genossen. Diese habe ich schon heute morgen gebacken und noch mit Puderzucker garniert. Ist ja nun wieder erlaubt.

Banana Muffins ZutatenZuerst habe ich zwei sehr reife Bananen mit Apelsüße, Öl und Dinkelmilch gemixt, danach in einer Rührschüssel Mehl, gemahlene Pekanüsse, Zimt und Backpulver miteinander verrührt, die Bananen-Öl-Mischung untergerührt, sofort in Förmchen gefüllt und 15 Minuten bei 180°C Umluft gebacken.

Muffins werden dann schön fluffig, wenn man feuchte und trockene Zutaten getrennt mischt und erst ganz am Ende kurz verrührt, sofort in Förmchen füllt und gleich bäckt.

Muffins werden dann schön fluffig, wenn man feuchte und trockene Zutaten getrennt mischt und erst ganz am Ende kurz verrührt. Dann sollte man sie noch sofort in Förmchen füllen und gleich backen. Langes stehen lassen des Teigs oder ewiges Rühren läßt sie gern mal speckig werden.

Im Originalrezept ist Buchweizenmehl angegeben. Ich habe Vollkorn-Dinkelmehl verwen- det, weil ich das noch da hatte. Außerdem habe ich die Hälfte der Pekanüsse durch Cashewkerne ersetzt, weil ich die gern mag. Ob das was ausmachte? Geschmacklich habe ich schon bessere Muffins gegessen. Und ich kam heute auf die Idee, dass man ja Joghurt/Buttermilch oder was man sonst gern mal so zugibt durch Seidentofu und Zitronensaft ersetzen könnte. Ich werde demnächst mal etwas experimentieren.

Banana MuffinsBleibt also nur noch die Frage: Darf ein veganer Muffin überhaupt Muffin genannt werden? Oder sollte man ihn doch eher als Papierförmchen-Kleinküchlein bezeichnen? Es bleibt spannend.

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