Apfelpfannkuchen

Heute gab es bei uns Apfelpfannkuchen. Normalerweise backe ich Pfannkuchen und dann essen wir erst die letzten als Nachtisch mit Apfelmus. Mein Sohn brachte aus der Slowmobil-Aktion in der Schule aber ein Rezept mit, das er unbedingt mal ausprobieren wollte. Darin waren die Äpfel entkernt und in dünne Scheiben geschnitten in die Pfanne gelegt, Teig drüber und ausgebacken. Ich fand das lecker und habe es einfach mit veganem Pfannkuchenteig probiert.

Ein genaues Rezept kann ich euch nicht geben, aber so ungefähr die Mengen für 3 Personen. Jedenfalls die Mehlangaben stimmen. Also lieber erst mal vorsichtig sein mit der Flüssigkeitszugabe und die Milch langsam zugeben. Je nach Pfannengröße gibt das etwa 10-12 Pfannkuchen.

  • 1 großer säuerlicher Apfel, entkernt und in 1-2mm dünne Scheiben geschnitten
  • 6 EL Dinkelvollkornmehl
  • 6 EL Weizenmehl
  • 3 EL Sojamehl
  • ca. 50ml Wasser
  • 1/4 TL Hirschhornsalz (Natron oder Backpulver geht auch)
  • 1 TL Wasser
  • ca. 300ml Dinkelmilch
  • 3 EL Rapsöl (oder Kokosöl)
  • 1 Prise Salz
  • (1 TL Zucker)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Mehl und Sojamehl mit Dinkelmilch, Salz und Öl in eine Rührschüssel geben und mit dem Rührgerät kräftig verquirlen. Die Konsistenz des Teigs sollte eher dünnflüssig sein. Das Hirschhornsalz in 1 TL Wasser auflösen, in den Teig geben und nochmal kräftig aufschlagen und den Teig sofort ausbacken.

In die heiße Pfanne (ich nehme kein Öl, da ich Teflonbeschichtung habe) gebe ich eine Schöpfkelle Teig und verteile diesen zügig in der Pfanne. Sofort drücke ich ein paar Apfelscheiben fest in den Teig und backe die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze unter einmaligem Wenden aus. Nicht zu viele, sonst kann man den Pfannkuchen schlechter wenden. Ich nehme 3 Ringe pro Pfannenfüllung.

Mit der Angabe der Konsistenz ist das so eine Sache. Der Teig muß so sein, dass ein Pfannkuchen nicht zu dick wird, denn dann bräunt er zu stark bis er duchgebacken ist und ist eher ein festes Wagenrad als ein Pfannkuchen. Ist der Teig zu dünn, dann bricht er leichter und läßt sich schwer wenden. Ich mache das immer nach Gefühl und gebe je nachdem dann noch Milch, Hafersahne oder in seltenen Fällen Wasser hinzu wenn es zu dickflüssig ist, oder eben Mehl, wenn es zu dünn ist. Ich backe immer zuerst einen kleinen Probepfannkuchen und weiß dann, was ich noch ändern muß.

Wer schonmal die süßen Pfannkuchen probiert hat, dem kann ich sagen, dass ich den Apfelpfannkuchen-Teig dünner mache, weil er verteilt werden muß.

Apfelpfannkuchen

Zum Schluß kommt noch gesiebter Puderzucker drauf und dann darf geschlemmt werden.

Und was mein Sohn sagte, muß ich euch unbedingt erzählen. Er meinte nämlich, dass ihm die veganen Pfannkuchen viel viel besser schmecken als die von früher. Na wenn das kein Kompliment an die vegane Küche ist? Fazit: Absolut Familientauglich. 😀

Bei veganen Pfannkuchen muß man mehr drauf achten, sie nicht zu früh  zu wenden, denn sie reißen leicht. Der Teig muß vollkommen durchgebacken sein, also dunkler als der frische Teig, aber der Rand darf noch nicht braun werden. Dann finden wir sie optimal. Prinzipiell funktionieren vegane Pfannkuchen auch ohne Sojamehl. Ich habe aber festgestellt, dass die Konsistenz des gebackenen Pfannkuchens mit Sojamehl angenehmer ist. Man kann ihn leichter wenden und er reißt nicht so schnell.

Warum Hirschhornsalz? Es ist vegan zu erhalten (z.B. von vitavegan), früher auch Bestandteil von Backpulver, und läßt auch schwere Teige nur in die Höhe gehen. Genau das, was man für Pfannkuchen braucht, damit sie schön fluffig werden. Früher wurde es übrigens tatsächlich aus pulverisiertem Hirschgeweih gewonnen. Inzwischen wird es aber synthetisch hergestellt. Und Hirschhornsalz hört sich doch irgendwie netter an als Ammoniumhydrochlorid, oder? 😉 Dass es ein Ammoniumsalz ist, kann man übrigens riechen, wenn man drauf achtet. Der frische Teig riecht nach einiger Zeit nach Ammoniak. Dieses verfliegt aber beim Backen. Trotzdem sollte man den Teig damit nicht zu lange stehen lassen. Wer das Vollkornmehl erst quellen lassen will, sollte das also unbedingt vor Zugabe des Backtriebmittels tun.

 

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