Das Waffel-Debakel und Oma Luzis Apfelkompott

WaffelpakungMeine Freundin hat zum Kaffee geladen. Es sollte vegane Waffeln geben. Fand ich ja total lieb von ihr, das mal zu versuchen. Immerhin ist vegane Bäckerei ja nicht gerade einfach für Laien. Und sie kann sonst auch super backen und kochen (ich schwör *handheb*), hat aber heute der Einfachheit halber doch erst mal mit einer Backmischung von Bauckhof angefangen, die auch vegan zuzubereiten geht.

Die Überschrift verrät schon: Es war nicht das gewünschte Ergebnis. Daher will ich es kurz machen und auf den Punkt kommen. Der nach Packungsanweisung zusammengerührte Teig war der Freundin irgendwie zu dick, weshalb sie insgesamt noch 50ml Wasser pro Portionsbeutel (es waren 3 enthalten) zugegeben hat.

In freudiger Erwartung saßen wir drei Frauen und die zwei Kinder also am Tisch und hofften auf die ersten leckeren veganen Waffeln. Traditionell sitze ich am Waffeleisen, weil ich das irgendwie gern mache. So bekam ich noch den Tipp, vorher gut einzufetten, weil meine Freundin in mehreren Internetbeschreibungen gelesen hatte, dass vegane Waffeln gern mal am Eisen anbappen. Also noch etwas Sonnenblumenöl drangepinselt, den Teig in das superduper Waffeleisen, Deckel drauf, dieses zarte Knistern aufgehenden Teiges hören, den ersten verstöhmenden Duft von gebackenem Süßkrams aufschnuppern und das erwartungsvolle Anheben des Deckels betrachten, gespanntes Warten auf das grüne Licht… Da! Jetzt den Deckel gehoben und…

Waffeldebakel 1Nachdem die Waffel aus dem Eisen gepult war, sah das „Kunstwerk“ dann so aus:Waffeldebakel 2Allgemeines Gelächter, der Versuch es doch noch gut aussehen zu lassen und das Schönreden (dann essen wir heute eben sowas wie Kratzete)… wir hatten jedenfalls viel Spaß mit dieser Backmischung. 😀

Und nach dem Motto Wenn das Leben blöd ist, streu Glitzer drauf, haben wir das auch gemacht und fanden, dass der Spruch durchaus Wahrheit in sich birgt, wenn man in diesem Fall Glitzer durch Puderzucker ersetzt.Waffeldebakel 3Geschmeckt haben sie gut. Gesättigt haben sie enorm. Ich brauchte glatt einen zweiten Kaffee zur Verdauung. Und zur Ehrenrettung muß ich auch noch erwähnen, dass die beiden Freundinnen wesentlich bessere Waffelfladen aus dem Eisen gepult bekamen, weil sie nicht schwungvoll den Deckel hoben, sondern sich langsam vorarbeiteten, immer darauf bedacht, das am Deckel anhaftende Oberteil vorsichtig Stück für Stück mit der Gabel abzukratzen.

So konnt es aussehen, wenn man das Oberteil vorsichtig vom Deckel abgepult hat.

So konnte es aussehen, wenn man das Oberteil vorsichtig vom Deckel abgepult hat.

Dazu gab es Oma Luzis selbstgemachten Apfelkompott, der zum sterben lecker war! Aber leider konnte mir niemand verraten, wie Oma Luzi das macht. Es muß wohl Zucker, Zitronensaft und Zimt drin sein. Mehr war nicht zu ergründen. Eventuell bekomme ich ja am Montag zum selbst austesten ein paar Äpfel von einer netten Freundin mitgebracht.

Wir haben mit drei Erwachsenen und 2 Kindern etwa die Hälfte der Packung verbraucht. Was mit dem Rest des Teiges geschah…. eventuell erfahren wir das ja noch in den Kommentaren? Jedenfalls könnte man es auch als Blini in der Pfanne ausbacken. Aber ich vermute stark, der Rest des Waffeldebakels landete im Abguß.

Und die Moral von der Geschicht: Verwende bei Backmischungen niemals mehr Wasser nicht. 😛

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4 Gedanken zu „Das Waffel-Debakel und Oma Luzis Apfelkompott

    • Waffel-Geraffel (oder wie der Österreicher sagt: „Kaiserschmarrn“) hat den Vorteil, dass man nicht zählen kann, wieviel man schon gegessen hat! Oma Luzi macht das Kompott übrigens wirklich klasse! Äpfel am Montag geht klar.

      • Ob das ein Vorteil ist, dass man es nicht zählen kann? Meine Sättigung hat jedenfalls bis zum mittag des nächsten Tages angehalten! Ich hab mich daran wohl eindeutig überfressen.
        Super, das mit den Äpfeln! Bis Montag dann.

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