Apfel-Mandel-Pie (Sonntagskuchen No. VIII)

Heute habe ich mich durch das Rezept meiner Namensvetterin inspirieren lassen und einen Apfelkuchen gebacken, der so lecker durch die Räume geduftet hat, dass mir schon beim Backen die Zeit zu lang wurde. Aber mal wieder wie üblich ist mir was schief gegangen und ich mußte improvisieren. 😉 Daher hier mein leicht abgewandeltes Rezept. Das appetitmachende Original findet ihr übrigens hier.

Für den Mürbteig benötigt ihr

  • 260g Mehl
  • 1/2 TL Natron + 1/2 TL Zitronensäure
  • 140 g Rohrzucker
  • 160g Margarine
  • 1 TL geriebene Vanille
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale

Alle Zutaten werden zu einem Knetteig verarbeitet und eine Springform mit 26cm Durchmesser damit ausgelegt. Der Teig schmeckt übrigens schon ungebacken so lecker, dass ich ihn am liebsten gleich aufgefuttert hätte! Die Mengenangaben waren wunderbar. Der Teig war richtig schön knetbar und ich mußte keine zusätzliche Flüssigkeit (z.B. Sojasahne) unterrühren. Allerdings habe ich auch die Maschine kneten lassen und da braucht man tendenziell sowieso immer etwas weniger Flüssigkeit für Knetteige.

Springform einfettenIn Rezepten heißt es oft, man soll die Form einfetten. Ich gestehe, ich bin dafür immer zu faul. Zu Handpülzeiten fand ich es besonders uncool, Backpinsel zu reinigen und habe mit deshalb folgende Taktik angeeignet: Ich klemme einfach ein Backpapier dazwischen, schneide den überstehenden Rand unten ab und laufe so auch in beschichteten Formen nie Gefahr, mit dem Messer oder der Kuchenschaufel die Beschichtung zu zerstören. Den Rand der Form fette ich übrigens nie ein. So rutscht der Teig nicht so leicht nach unten.

Apfel-Mandel-Pie Teig in FormAls die Form mit dem Teig ausgekleidet war (Rand etwa 3cm hoch), habe ich sie in den Kühlschrank gestellt und mich an die Füllung gemacht:

  • 700g ÄpfelApfel-Mandel-Pie Mandeln rösten
  • Saft einer Zitrone
  • 1 TL Vanille
  • 1/4 TL Kardamompulver
  • 8 EL Sojamilch
  • 1 EL geschmacksneutrales Öl
  • 2 TL Speisestärke
  • 3 EL Rohrzucker
  • 100g Mandeln, gehackt

Die Mandeln habe ich in einer Pfanne ohne Fett geröstet, die Äpfel geschält, entkernt und jedes Viertel in fünf schmale Scheiben geschnitten und immer wieder alles schön mit dem Zitronensaft beträufelt, damit es nicht braun wird. Ich fand ja die Farbe der Äpfel phänomenal. Habt ihr schon mal Äpfel mit rosa Fruchtfleisch gesehen? Ich fand es so schön, ich mußte euch ein Foto davon zeigen.

Idared: Der Apfel ist vom Geschmack her süßsauer und das Fruchtfleisch relativ weich, er hat eine schöne rote Schale, ist sehr groß (einer wog über 200g) und hat rosafarbenes Fruchtfleisch, das sich nicht so schnell braun färbt.

Idared: Der Apfel ist vom Geschmack her süßsauer, das Fruchtfleisch relativ weich,. Er hat eine schöne rote Schale, ist sehr groß (einer wog über 200g) und hat rosafarbenes Fruchtfleisch, das sich nicht so schnell braun färbt. Beim Backen behält er seine Form und wird nicht matschig.

Anschließend habe ich die Apfelscheiben in zwei Lagen übereinander in die Form geschichtet, dann die Masse aus Sojamilch, Speisestärke, Zucker, Vanille und Kardamom zusammengerührt, über die Äpfel gegeben, die Mandeln auf den Apfelscheiben verteilt und den Kuchen 60 Minuten bei 180° Umluft gebacken.

Frisch aus dem Ofen duftet der Kuchen herrlich. Ich habe trotzem eine Stunde gawartet mit dem Anschneiden.

Frisch aus dem Ofen duftet der Kuchen herrlich. Ich habe trotzem eine Stunde gawartet mit dem Anschneiden.

Was nun schief gegangen ist? Ich habe dummerweise Sojamilch statt Sojasahne auf den Einkaufszettel geschrieben und mußte daher meine „Sahne“ aus Sojamilch, Öl und Speisestärke selbst machen. Ich fand, es ist mir ganz gut gelungen. Wer es einfacher mag nimmt natürlich fertige Sojasahne wie im Originalrezept. 😀

Und da die Sojamilch sowieso offen war, wurde auch der Latte Macchiato damit zubereitet. Eigentlich darf das ja gar nicht „Latte“ heißen, sondern müßte streng genommen „Bevanda Macchiato“ genannt werden. Aber wir wollen es mal nicht so eng sehen heute, oder? 😉Apfel-Mandel-Pie

Ach ja, der Apfelkuchen. Zurück zum Wesentlichen. Jo. Herrlich fruchtig, so ein Gefühl von… Mehr!!! schießt am Ende des ersten Stücks ins Hirn. Aber mehr geht nicht. Ich war nach 1/8 echt gut satt. Der Kuchen reicht daher sicher gut für 6 Personen an einer Kaffeetafel.

Die Mandeln haben sich teilweise zu einer Art Kruste zusammengebacken, die durch die Sojamilch-Mischung mit dem Zucker herrlich knusprig und ganz leicht süß war, ein wenig wie Krokant. Der Teig ist gut aufgegangen und schmeckte durch die Zitronenschale richtig lecker. Ein gesamtrundes Geschmackserlebnis! Prädikat familientauglich! Danke Britta, für dieses leckere Rezept.

Und während wir auf der Terasse saßen und genüßlich unseren Kuchen verspeisten, konnten die Spatzen nur neidisch zuschauen.

    Nein, du bekommst nix vom Kuchen, auch wenn du noch so süß guckst!

Nein, du bekommst nix vom Kuchen, auch wenn du noch so süß guckst!

 

 

 

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5 Gedanken zu „Apfel-Mandel-Pie (Sonntagskuchen No. VIII)

  1. Hallo Britta! Da ich erst vor kurzem irgendwie eine Back-Leidenschaft entwickelt habe, werde ich auch diesen Kuchen probieren. Sieht so lecker aus! 😉 LG, Emmi!

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