VfY-challengetaugliches Hippie-Sushi (auch für Jungs!)

Hippie-Sushi mit Avocado-Erdnuss-Creme

Hippie-Sushi mit Avocado-Erdnusscreme

Rosafarbenes Sushi? Warum nicht, dachte ich und kochte eine winzig kleine Rote Bete-Knolle gar, die ich noch im Kühlschrank liegen hatte. „Wenn ich groß bin, werde ich eine richtige Rote Bete“ flüsterte sie mir damals beim Ernten zu. Aber das habe ich ihr schnell ausgetrieben und sie aus der Erde gerupft. So ein kleines Knöllchen ist genau die richtige Menge, um ein wenig Sushireis zu färben.

Das Ergebnis sieht genial aus. Am besten machen sich bei Makis grüne Inhalte wie Avocado oder Gurke. Karotten sehen dagegen besser in Californaia Rolls aus und schwarzer Sesam verleiht dem ganzen edlen Glanz. Ich könnte mir das im Frühjahr auch mit grünem Spargel vorstellen.

Hippie-Sushi Genmai Su ReisessigHippie-Sushi Wasabipaste und SojasoßeDa meine erste Sushi-Produktion nicht ganz so gut geschmeckt hat, weil
a) der Reisessig fehlte und ich normalen Essig nahm,
b) die Wasabipaste von Arche hier keinen vom Hocker riß und
c) die Sojasoße irgendwie nicht so recht dazu passte, habe ich neue Zutaten gekauft: Genmai Su, einen Reisessig speziell für Sushi, ausserdem eine japanische Wasabipaste aus dem Asia-Laden, die tatsächlich scharf war und eine  speziell japanische Sojasoße von Arche, die so kräftig ist, dass sie eine Verdünnung mit Wasser 1:1 problemlos vertragen hat ohne wässrig zu wirken. Die Investition hat sich gelohnt. Es war geschmacklich nicht zu vergleichen mit dem ersten Versuch.

Heute habe ich für eine Portion für drei Personen (1 Veganer, 2 Nichtveganer) folgende Mengen verarbeitet:

  • 300g Reis + leicht gesalzenes Kochwasser
  • 1 kleine Rote Bete
  • 4 EL Reisessig
  • 4 EL Agavendicksaft
  • 1,5 TL Himalayasalz
  • 1 lange Karotte
  • 1/4 Stück Gurke
  • 1/2 Avocado
  • 1/2 Zitrone
  • 1 EL geröstete gesalzene Erdnüsse
  • je 50g Thunfisch und Lachs
  • 8 halbe Noriblätter
  • 2 EL hellen Sesam
  • 3 EL schwarzen Sesam
  • Sojasoße
  • Wasabipaste

Für die Zubereitung des Reis‘ wird dieser zuerst gewaschen und nach Anleitung für Sushireis gekocht. Hier geschieht das in einem Reiskocher. Den hat sich mein Mann vor Urzeiten mal von einem thailändischen Mitstudenten aus seinem Heimaturalub mitbringen lassen und er funktioniert nach über 20 Jahren immer noch einwandfrei. Ich empfehle einen solchen Reiskocher wirklich. Damit brennt der Reis nicht an, zieht nicht so viel Wasser und klebt dann auch gut. Ich habe pro Person 100g Reis gerechnet.Je nachdem ob man Maki, Nigiri oder California Rolls macht, braucht man etwas weniger oder etwas mehr Reis.

Aus Reisessig, Agavendicksaft und Salz wird die Würzsoße für den Reis zusammen mit der gegarten und kleingewürfelten Rote Bete erhitzt (nur erwärmen). Man bereitet sie zu bevor man den Reis aufsetzt, damit sie noch abkühlen kann (dabei zudecken). Ich habe es heute extra einmal mit Agavendicksaft probiert, weil ich es challengertauglich haben wollte. Man kann selbstverständlich auch 4 EL Zucker verwenden. Man muß dann nur etwas länger warten bis sich alles aufgelöst hat. Ich finde es mit Agavendicksaft eigentlich sehr praktisch. Nachdem der gekochte Reis etwas abgekühlt ist wird er mit der Würzsoße versetzt und gut durchmischt.

Damit der geimpfte Reis weiter abkühlen kann, am besten ein Handtuch über die Schüssel legen und locker ausbreiten. Währenddessen wird das Innenleben zubereitet und der Reis kann in Ruhe reifen. Prinzipiell kann man dafür alles verwenden was man möchte. Meine Angaben für die veganen Sushi sind daher nur als Vorschlag zu verstehen.

  • Geröstete gesalzene Erdnüsse mahlen und mit 1/4 reifen Avocado zu einer Creme pürieren
  • Karotte längs achteln
  • reife Avocado in dünne Scheiben schneiden, mit Zitronensaft beträufeln
  • 1 Stück Gurke (so lang wie ein Noriblatt) vierteln, von den Kernen befreien und dünne Streifen schneiden

Bevor man mit der Zubereitung der Rollen beginnt sollte man sich eine Schüssel mit Wasser und einer Zitronenscheibe sowie ein scharfes Messer bereitstellen und daran denken, bevor man in die Reisschüssel langt immer die Hände anzufeuchten bzw. vor dem Schneiden der Rollen das Messer anzufeuchten. Ansonsten wird das eine klebrige Angelegenheit. 😉

Nun nach Herzenslust das Innenleben in die Noriblätter packen, entweder mit Reis innendrin oder außenrum die Rollen formen. Wie man mag. Zum „Warmwerden mache ich immer erst mal einfache Maki, dann das Innenleben der Californiarolls. Danach werden die California Rolls mit Reis umwickelt, in Sesam gewälzt und dürfen kurz ruhen. Kurz vor dem Servieren schneide ich alle Rollen erst in der Hälfte durch und jede Hälfte dann in 4 Teile.

vegane Hippie-Sushi als California Rolls mit schwarzem Sesam, gefüllt mit Erdnuß-Avocadocreme und Karotte. Und Makis mit Gurke und Avocado.

Vegane Hippie-Sushi als California Rolls mit schwarzem Sesam, gefüllt mit Erdnuß-Avocadocreme und Karotte. Und Maki mit Gurke oder Avocado.

Die heutige Menge reichte für

  • 10 Nigiri (Lachs und Thunfisch)
  • 4 Maki-Rollen (2 vegan)
  • 3 California Rolls (1 vegan)
Die Kombination von rosafarbenem Reis und orangefarbenem Lachs ist skurril, aber geschmacklich unterscheidet sich der gefärbte Reis nicht vom ungefärbten.

Die Kombination von rosafarbenem Reis und orangefarbenem Lachs ist skurril, aber geschmacklich unterscheidet sich der gefärbte Reis nicht vom ungefärbten.

Selbstverständlich gab es auch "normales" Sushi: California Rolls mit weißem und schwarzem Sesam, gefüllt mit Gemüse und Thunfisch.

Selbstverständlich gab es auch „normales“ Sushi: California Rolls mit weißem und schwarzem Sesam, gefüllt mit Gemüse und Thunfisch.

Wer mal ein etwas ausgefalleneres Sushi servieren möchte hat mit den Hippie-Röllchen bestimmt die Überraschung auf seiner Seite!

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6 Gedanken zu „VfY-challengetaugliches Hippie-Sushi (auch für Jungs!)

  1. Was für eine Farbe!

    Wir gestehen an dieser Stelle offen ein: Sushi ist nicht unsere Welt…. Wir haben es mehrfach probiert, es hatte seine Chance, ehrlich! 🙂 Aber wir geben auch unumwunden zu, dass Dein Sushi gut aussieht!!! 😀

    LG und gute Nacht
    AnDi

    • Mein erstes Sushi war in München und grauslig. Mein zweites Sushi, nach vielen Jahren, war von einer Japanerin selbstgemacht und lecker. Man kann so viel „falsch“ machen. Aber heute hat bei uns das Auge eindeutig mitgegessen.
      Guts Nächtle
      Britta

      • Ja, grauslig, das trifft auch absolut auf unsere geschmacklichen Erfahrungen mit Sushi zu! Brrrrr….

        LG und gute Nacht
        AnDi

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