Zeitfresser

Der heutige Beitrag hat nur entfernt etwas mit Essen zu tun, ist aber auf jeden Fall vegantauglich. Es geht um die Zeitfresser. Kennt ihr die? Diese Dinge, die man machen sollte, aber die von Zeitfressern blockiert werden, weil man erst noch dies machen… Zeitfresser! Dann fällt einem noch das ein… Zeitfresser! Ach und xyz hätte ich ja beinahe vergessen… Zeitfresser! Ich merke das gern mal beim Aufräumen. Wenn ich durch die Wohnung laufe und plötzlich 3 Dinge in der Hand habe und in 3 verschiedene Zimmer laufen müsste, um alles los zu werden. Dann grinse ich in mich hinein, atme einmal tief durch und nehme mir vor, ein Zimmer nach dem anderen zu machen. Manchmal klappt das auch. 😀

Ganz besonders zeitfressend ist für mich Onlinezeit. Da geht so schnell so viel Zeit rum und plötzlich gerate ich in Hektik. Durch Zufall bin ich gestern auf die Pomodoro-Technik gestoßen. Eine von Francesco Cirillo entwickelte Technik des Zeitmanagements. Pomodoro deshalb, weil der gute Herr in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts einen Küchenwecker in Tomatenform verwendete. Die waren damals der letzte Schrei und mal was anderes im sonst eher nüchternen Küchenalltag (gab es auch als grüne Paprika und gelbe Zitrone). Ich kann mich erinnern, eine Freundin hatte sogar genau diese Tomate!

Aber ich schweife ab. Dabei habe ich doch nur 20 Minuten Zeit, diesen Beitrag zu schreiben. Und damit sind wir auch schon beim Kern der Sache. Am Anfang steht ein Aufgabenplan. Tomato-Timer 3Dieser wird notiert und erledigte Aufgaben durchgestrichen. Hat man eine Aufgabe zu erledigen, nimmt man sich genau 25 Minuten, in denen man konzentriert dranbleibt (auch 25 Minuten vor einem leeren Blatt sitzen, weil man nicht weiß, wie anfangen, ist erlaubt!). Alles was einem so nebenher in den Sinn kommt, wird kurzerhand aufgeschrieben, damit es nicht in Vergessenheit gerät und auf später vertagt.

Noch 17 Minuten Zeit für diesen Beitrag

Noch 17 Minuten Zeit für diesen Beitrag

Und weil das Internet voller nützlicher Dinge ist, gibt es solche Hilfen auch online. Man muss sich also keinen Küchenwecker bereitstellen, sondern wird auch mit einem dezenten Piepsen daran erinnert, dass man nun Pause machen solle. Pause heißt aufstehen, sich bewegen, etwas holen, wegbringen, staubsaugen, beim telefonieren durchs Zimmer laufen, Kniebeugen oder Liegestützen machen… einfach 5 Minuten körperliche Aktivität. Danach geht es 25 Minuten weiter und nach spätestens 4 Phasen wird eine große Pause fällig. Klingt einfach? Ja. Manche Lösungen sind einfach.

Wer also wie ich ein Problem mit den Onlinezeifressern hat, dem kann ich z.B. http://tomato-timer.com/# empfehlen. Aber es gibt auch zahlreiche andere Tools. Einfach nach Pomodoro-Technik googlen.

Das Durchstreichen von Aufgaben auf dem Zettel sorgt für ein Erfolgserlebnis. Das ist wichtig, um an einer Aufgabe dran zu bleiben. Und Stift, Papier und Küchenwecker hat doch bestimmt jeder. Und damit ich jetzt nicht zu lange hier sitze und den Online-Zeitfressern zum Opfer falle, werde ich noch kurz das Bildchen einstellen und dann wünsche ich allen einen schönen Pomodoro-Tag. Tomato-Timer 2

Ich glaube, das ist der erste Blogbeitrag, den ich in nur 25 Minuten fertiggestellt habe. Ach ja, und wenn man 25 Minuten nur mit aufschreiben nicht zu vergessender Dinge beschätigt war, sollte man mal die Prioritäten seines Plans überdenken. 😛 Es piept nun, ich muß. *Winke winke*

Nur eines fehlt, wie ich nun feststelle: Der 5-Minuten-Wecker, der einen wieder zur Arbeit zurückruft.

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Über brittlebrick

Ich heiße Britta, bin 2014 zur veganen Ernährung gekommen und bezeichne mich selbst als Teilzeitveganerin. Ich interessiere mich generell für Ernährung, bin verheiratet und habe einen Sohn, der mein schäfster Kritiker ist und die Rezepte auf Familientauglichkeit testet. ;)

3 Gedanken zu „Zeitfresser

  1. Lustig, GENAU SO arbeite ich mich im Büro durch den Tag: To-Do aufschreiben und (wenn erledigt) durchstreichen! Ich nehme dafür einen Stenoblock und pro Tag eine datierte Seite … Nun hat ‚das Kind sogar einen Namen‘ 😇

    • Durchstreichen gibt einem so ein Gefühl von was geschafft haben, gell?! Für Kinder kann man die Zeit übrigens anpassen. Ganz praktisch bei ungeliebten Hausaufgaben. Und dazwischen körperlich betätigen nicht vergessen. 😉

  2. Ja, solchen Zeitfressern fällt man gerne mal zum Opfer….

    Auch wir machen uns Listen was zu tun ist. Und das Durchstreichen einer erledigten Aufgabe ist das Beste daran! 😀

    LG und einen schönen Tag
    AnDi

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