Ein Brot!

Seit Tagen bin ich nun dabei, aus Mehl und Wasser einen Sauerteigansatz zu züchten. Tägliches füttern und rühren, hegen und pflegen, ob er es auch warm genug hat, spannungsgeladenes immer wieder das Handtuch lüpfen, ob sich schon was getan hat, die Aufregung genießen, als dann endlich der Teig bereitet werden kann und wieder warten, ob er auch aufgeht wie er soll. Dann die Stunden vor dem Backofen, in denen fernsehgleich der Backvorgang beobachtet wird, ob auch alles gut geht. Also Geduld braucht man schon dafür.

Aber es hat sich gelohnt. Es ist tatsächlich ein Brot geworden. Und ein wohlschmeckendes dazu. Nur noch etwas trocken. Entweder liegt es am zu jungen Sauerteig oder am zu langen Backen, an beidem oder an was anderem. Aber es schmeckt trotzdem gut.

Herausgekommen sind zwei Brote, ein Kastenbrot und ein kleiner Laib. Das Kastenbrt war mit insgesamt einer Stunde Backzeit genau richtig, Der kleine 500g-Hüpfer war insgesamt 40 Minuten im Ofen.

Herausgekommen sind zwei Brote, ein Kastenbrot und ein kleiner Laib. Das Kastenbrot war mit insgesamt einer Stunde Backzeit genau richtig, Der kleine 500g-Hüpfer war insgesamt 40 Minuten im Ofen.

Gestern abend haben wir es noch warm angeschnitten und mit viel Butter (ich mit Alsan) bestrichen einfach pur gegessen.Erstes selbstgebackenes Brot aufgeschnittenUnd so habe ich es gemacht

Sauerteigansatz
Teig zubereiten

Nachdem der Teig in Form und Schüssel verstaut war habe ich beide mit Frischhaltefolie abgedeckt, damit sie nicht austrocknen und zum Gehen auf die Heizung gestellt. Nach 5 Stunden fiel der auf das zweifache aufgegangene Teig plötzlich bei beiden Broten ein klein wenig zusammen. Eventuell hätte ich doch noch etwas Zucker für die Hefen zugeben sollen? Ich drehte die inzwischen kalt gewordene Heizung etwas mehr auf und hoffte, aber es blieb dabei. Keine Ahnung was da passiert ist. Also habe ich nach insgesamt 8 Stunden zuerst das Kastenbrot in den Ofen geschoben, dann in gleicher Art den kleinen Brotlaib. Dafür habe ich den Backofen auf Anfangstemperatur hochgeheizt und eine Fettpfanne mit aufgeheizt. In diese habe ich als ich die Kastenform auf den Rost gesetzt hatte, 2 Tassen Wasser gekippt. Es zischte und wurde sofort dampfig im Ofen. So soll es glaube ich auch sein. Dann die Ofentür schnell wieder zu und

  1. 10 Minuten bei 250°C
  2. 10 Minuten bei 230°C
  3. restliche Backzeit auf 200°C

Danach habe ich das Brot auf einem Gitter abkühlen lassen. Das kleine Brot in der Schüssel habe ich zunächst auf ein bemehltes Backpapier fallen lassen, auf das mit vorgeheizte Backbleck gezogen und ebenso mit sinkender Temperatur gebacken. Dafür habe ich nochmal Wasser nachgefüllt (Gesamt-Backzeit Kastenbrot 1 Stunde, 500g-Laib 40 Minuten). Beide Brote sind im Ofen aber nicht weiter aufgegangen. Aber sie sind, wie man auf den Fotos sieht, trotzdem luftig geworden. Auch wenn sie noch nicht an das rankommen, was wir vom Bäcker holen.

Also ich habe jetzt keine Bedenken mehr, dass die Sonntagsbrötchen was werden. Ich geh dann gleich mal Saueteig füttern.

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6 Gedanken zu „Ein Brot!

  1. Hallo Britta!

    Na, sag mal, für die Erstlingswerke sehen die Zwei doch super aus! Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei Brot backen Übung den Meister macht…. Wir haben auch schon oft „kleine Rückschläge“ erlebt, aber das passiert ab und an mal.

    Wir sind auf die Brötchen gespannt!!!

    LG
    AnDi

  2. So gelingt uns das Brot immer und wir backen sehr oft
    oggenvollkornbrot mit Sauerteig

    Sauerteigherstellung
    Grundansatz
    Tag 1
    100gr Roggenmehl und 100ml lauwarmes Wasser (30-40°) verrühren
    Schüssel zudecken
    24-48 Stunden an einen warmen Ort stellen
    Tag 2
    100gr Roggenmehl und 100ml lauwarmes Wasser zu der Mischung geben, alles wieder verrühren und 12 Stunden abgedeckt stehen lassen
    Tag 3
    200gr Roggenmehl und 200ml lauwarmes Wasser zugeben, verrühren und 12 Stunden stehen lassen wie gehabt.
    Sauerteig fertig

    Vorteig
    erst 2-3 Esslöffel vom Sauerteig in ein Glas füllen und mit Mehl bestäuben, im Kühlschrank für den nächsten Backtag aufbewahren

    375 Roggen-Kümmel-Koriander mahlen und mit
    ca 50gr (2-3 Esslöffel)Sauerteig vom letzten Ansatz ,2Teelöffel Honig
    Buttermilch (auf 30-40°)erwärmen
    alles verrühren
    12 Std an einen warmen Ort zugedeckt gehen lassen

    Brotteig
    Zum Vorteig ein Esslöffel Salz -Wasser (lauwarm) -Roggenmehl zugeben bis ein sehr weicher Teig entsteht
    Zwei Stunden zugedeckt gehen lassen.
    In Kastenformen füllen
    nochmals 1 Stunde gehen lassen
    Ofen auf 250° vorheizen
    Schale mit Wasser in die Backröhre
    die Brote 1 Stunde zugedeckt(Alufolie) backen lassen
    Folie entfernen und nochmals 1Stunde bei 185° zu Ende backen

    • Vielen lieben Dank für dein Rezept.
      Du machst tatsächlich 800g Sauerteig um dann 50g davon zu verwenden? Ich nehme an das ist nur beim allerersten mal, oder?
      Ein Brot mit Honig und Buttermilch kommt für mich zwar leider nicht in Frage, aber evtl. für andere Leser. Kannst du noch sagen wieviel Buttermilch du nimmst? Ich muss mir meine MIlchsäurebakterien tatsächlich durch geschickte Sauerteigführung selbst ziehen. 😉
      Was ich mich frage: Wenn du das Brot zudeckst, warum dann die Schwaden im Backofen? Letzlich ist dasdoch wichtig, damit sich die Kruste bildet und das Gas nicht entweichen kann. Ha, Brotbacken – es ist immer wieder spannend zu sehen, wie es bei anderen gelingt..

      • 50 gr ist natürlich auch eine zu geringe Menge ,muß ich zugeben , wir nehmen immer frei nach Schnauze.
        Buttermiclch auch nur nach Gefühl, aber ist auch nicht notwendig, Wir hatten irgendwann mal das Gefühl das es dann saftiger bleibt. Ja das mit dem zudecken ist noch ein Überbleibsel aus der Zeit da wir das Brot noch nicht zudeckten. Wir machen den Teig recht weich, da wir ja in der Kastenform backen

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