Baguette

Nach der Anleitung der Genusszone habe ich heute Baguette gemacht. Aber Britta wäre nicht Britta, wenn sie ein Rezept nicht verändern würde. 😉 Und so habe ich, weil sowieso da, den Rest vom Sauerteigansatz mit reingepackt.

Welchen Rest? Nun, man muss den Sauerteig ja wöchentlich füttern. Mindestens einmal pro Woche nehme ich also 1 EL Starter ab, vermische es mit 100g Roggenvollkornmehl und 100ml warmem Wasser, lasse das ganze ein paar Stunden bei Zimmertemperatur stehen und packe es dann wieder in den Kühlschrank, wenn ich daraus kein Brot backe. Von den ursprünglichen ca. 200g Starter habe ich also etwa 180g übrig. Die verwende ich öfter worin auch immer. Ich mische es in Pfannkuchenteig, oder in Kuchen oder Waffeln, ich gebe es in Soßen die sowieso gebunden werden müssen oder ich schmeiße es eben weg. Also warum nicht den Rest Starter einfach unter den Baguetteteig mischen und schauen was dabei rauskommt? Schließlich muss mein Sauerteig heute gefüttert werden. Ich habe sein leises Siechen im Kühlschrank bemerkt und musste dringend handeln!

Na ja, möglicherweise darf man es dann nicht mehr Baguette nennen. Ist mir aber egal. Ich habe zuerst Mehl mit Salz vermischt und mit einem Großteil des Wassers in der Rührmaschine geknetet, dann das Wasser-Hefe-Gemisch zugegeben. Leider war es etwas zu feucht und so habe ich noch ein wenig Mehl untergemischt bis sich ein schöner Teigklumpen gebildet hat. Diesen habe ich dann nochmal kräftig geknetet bis es sich gut anfühlte.

Ja, ich gebe zu, das kann man schwer beschreiben. Ich lerne ja immer noch. Aber wenn ein Teig sich gut anfühlt ist er zwar klebrig, wenn man mit den Fingern reinlangt, mit dem Handballen kommt man aber problemlos vom Teig weg, wenn man es nur kurz berührt. Und man kann ihn gut ziehen ohne dass er reißt.

In den sich gut anfühlenden Teig habe ich dann noch den zimmerwarmen Sauerteigansatz geknetet und dabei noch solange Mehl eingearbeitet, bis der Teig wieder etwa die selbe Feuchtigkeit und Konsistenz hatte wie zuvor. Danach hatte ich 1450g Teig. Meine Circa-Rechnung ergibt, dass ich zu den etwa 200g Sauerteigansatz noch 300g Mehl eingearbeitet habe. Aber so wichtig ist das ja nicht. Hängt auch immer von der Mehlbeschaffenheit ab und ist nur ein Anhaltspunkt für euch, falls ihr es nachmachen wollt.

Der Teig fiel nach 3 Stunden schon etwas in sich zusammen. Für mich das Zeichen, ihn weiterzuverarbeiten.

Der Teig war nach 3 Stunden schon auf das doppelte aufgegangen. Für mich das Zeichen, ihn weiterzuverarbeiten. Hier ist er durch die Erschütterung beim Hinstellen nur schon etwas eingefallen. Denkt euch etwa 5cm mehr an Höhe.

Den Teig habe ich dann abgedeckt an warmem Ort stehen lassen bis er sich verdoppelt hatte. Im Video wird von 5-6 Stunden gesprochen. Hier war das schon nach 3 Stunden der Fall (und das bei Bio-Hefe!!!) und so habe ich einfach früher weitergemacht.

Der Teig löste sich nicht ganz so gut aus der Schüssel. Andere ölen die Schüssel. Das wäre eventuell auch eine gute Möglichkeit.

Der Teig löste sich nicht ganz so gut aus der Schüssel. Andere ölen die Schüssel. Das wäre eventuell auch eine gute Möglichkeit.

Ein Baguetteteig wird danach nicht mehr stark geknetet. Man teilt ihn und zieht ihn nur lang, damit nicht zu viel Gase entweichen und das Gebäck schön locker wird.

Das größte Drittel wird hoffenltich zu unseren leckeren Samstagsbrötchen!

Das größte Drittel wird hoffenltich zu unseren leckeren Samstagsbrötchen!

Zwei Drittel habe ich so verarbeitet. Das restliche Drittel habe ich zu Brötchen geformt und abgedeckt in den Kühlschrank gestellt. Sie werden hoffentlich morgen zu schönen Brötchen.

Sie warten auf ihren großen Auftritt morgen. Wird brauchen alle Daumen!

Sie warten auf ihren großen Auftritt morgen. Wird brauchen alle Daumen!

Aber zurück zum Baguette. Die beiden Stangen liegen nun abgedeckt auf einem bemehlten Blech im warmen Ofen (bei ca. 30 Grad) und gehen so vor sich hin. Eine Stunde heißt es. Mal sehen wie lange es noch dauert bis sie ihr Volumen in etwa verdoppelt haben.

Ausgezogen und abgedeckt. Und mal wieder: Warten!

Ausgezogen und abgedeckt. Und mal wieder: Warten! Vor dem Backen werden sie noch mit Wasser bestrichen. Denn das im Video genannte Eiklar ist hier natürlich keine Option.

Und dann ist ja noch die Frage, was damit machen. Ja, lacht ihr nur. Ich hatte heute mittag einfach Lust Baguettebrötchen zu backen und dachte, ob nun aus 150g oder aus 500g Mehl einen Teig machen ist ja die gleiche Arbeit. Also warum nicht gleich mal Baguette versuchen? Nun muss ich morgen irgendwie ein Mittagessen damit zaubern und habe keine Idee was ich machen soll. Habt ihr eine? Schreibt mir doch einfach einen Kommentar, was ihr damit machen würdet. Ich gehe erst morgen den Wocheneinkauf machen und kann Vorschläge dringend gebrauchen.

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4 Gedanken zu „Baguette

  1. Was Du aus Deinen Baguettes für ein Mittag zaubern könntest?? Vorspeisenplatte: Bruscetta! Und dann kaufst Du suuuuperguuutes Olivenöl und Fleur du Sel und machst Pimientos du Padron … Ein paar Oliven und Salat dazu. Deine Baguettemassen sind dann sicher schnell verspachtelt 😃

    • Viele lieben Dank, Winnie und Stephanie. Wir haben uns nun doch entschieden bei den Wraps zu bleiben und das Baguette heute nachmittag mit Marmelade zum Kaffee zu verspeisen. Oder als Vesperbrot, oder heute abend doch Bruscetta zu machen…
      LG, Britta

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