Italy meets Greece (Moussaka-Lasagne)

Heute kein Rezept, nur ein Erlebnisbericht von unserem heutigen Mittagessen. Denn so richtig kann ich keine Beschreibung geben. Es war ein Rest des Rests. Aber es hat so gut geschmeckt, dass Junior nach dem erste Bissen spontan ein Laut der Begeisterung von sich gab und sogar über den Hunger hinaus aß. „Mama, ich bin eigentlich schon satt, aber es schmeckt soooo gut.
Da schlägt das Köchinnenherz höher und man hat sein Kind gleich nochmal doppelt so lieb wie sowieso schon.

Vorgestern habe ich ja für den Sauerkrauteintopf Sojaschnetzel gemacht. Und weil ich wußte, dass es die Tage noch Nudeln mit Bolognesesoße geben soll, habe ich gleich ein paar mehr geröstet und sie im Kühlschrank aufbewahrt. Gestern habe ich aus den verbliebenen Sojaschnetzeln dann mit Olivenöl, Zwiebeln, Tomatenmark, Tomatenstückchen aus der Dose, Karottenmus, Weißwein und frischem Basilikum dann die Bolognese gemacht. Schmeckte gut. Aber es ist nun keine sonderlich neue Errungenschaft, eine vegane Bolognese herzustellen. Das Internet ist voll von Rezepten für diesen Klassiker und hat garantiert nicht auf meine Offenbarung gewartet. Nur soviel sei gesagt: Es schmeckt um KLAS-SEN besser als die Fertigsoße von Gefro.

Leider habe ich mich bei der Menge etwas verschätzt und habe, damit nicht nur Sojaschnetzel in der Soße sind, noch eine weitere Dose Tomatenstückchen hinzugegeben. Was macht man nun mit dem Rest? Man kann ihn einfrieren. Aber da ich auf Minusgrade warte um den Gefrierschrank abzutauen keine sonderlich gute Idee. Ja, ich habe es immer noch nicht geschafft, Hygienefasten und so. Ich gehe mich gleich nach dem Beitrag schämen. Versprochen!

Nochmal Nudeln mit Bolo? Langweilig! Und so habe ich mich für eine Lasagne entschieden. Die Menge erschien mir dafür aber ein bißchen zu wenig. Und so habe ich eine Aubergine geraspelt und roh unter die Soße gemischt. Außerdem habe ich die Soße mit 1/2 TL Zimt gewürzt. Dann eine feuerfeste Form, etwas Soße unten rein, Lasagneplatten drauf, wieder Soße, wieder Nudelplatten, wieder Soße, wieder Nudelplatten. Und obenauf? Becharmelsoße und dann Käse? Hm, das muß doch auch anders gehen. Und da habe ich mich an den Mandelmozza erinnert. Und ich muss sagen, die Käse-Becharmel-Soße in Personalunion ist mir gut gelungen.

Zuerst habe ich die kleinen Würfel einer halben Zwiebel 3 Minuten in 2 EL Olivenöl angedünstet und mit Dinkel-Mandelmilch und Speisesärke (ca. 200ml und 2 TL) aufgegossen. Unter ständigem Rühren aufkochen bis es andickt, dann mit 1 TL Zitronensaft, Salz, weißem Pfeffer und Muskat abgeschmeckt. Anschließend habe ich 3 EL Mandelmus untergerührt und die Masse auf die oberste Schicht Nudelplatten gegeben.

Das ganze habe ich heute morgen um halbsieben gemacht. Dauerte etwa 30 Minuten. Dann wurde die Form in den kalten Ofen gestellt und heute mittag einfach nur noch eingeschaltet. Insgesamt 40 Minuten bei 200°C Umluft. Wie lange es braucht, wenn man es direkt in den Ofen gibt, kann ich jetzt nicht sagen. Ich denke die Kochzeit müsste schon bei etwa einer Stunde liegen, dafür weniger Temperatur.

Fakt war jedenfalls, dass die Lasagne obendrauf wunderbar gebräunt war und sogar mein käseverachtender Sohn meinte: „Also dafür dass da Käse drauf ist, schmeckt es echt gut.“ Das fand ich auch und schreibe nun kugelrund und vollgefessen diesen Erlebnisbericht. Und natürlich habe ich ihn aufgeklärt, dass da kein einziges Fitzelchen Käse drin ist.

Lasagne mit Auberginen und Zimt erinnert geschmacklich an Moussaka. Dazu gab es Romanasalat.

Lasagne mit Auberginen und Zimt erinnert geschmacklich an Moussaka. Dazu gab es Romanasalat. Und endlich Sonne!!! Der Frühling kommt. ❤

So, und jetzt habe ich Lasagne übrig. Irgendwie wollen die Sojaschnetzel nicht weniger werden diese Woche. Argh! Soll ich den Rest jetzt doch einfrieren? Oder möchte jemand ein Stück? Es wären noch eineinhalb Portionen da.

Ach ja, während die Lasagne im Ofen war habe ich kurzerhand noch 1,5kg Baguetteteig gemacht, der jetzt noch etwa vier Stunden gehen darf. Dann werden 2/3 zu Baguette verarbeitet, der Rest kommt in den Kühlschrank und darf morgen zu Baguettebrötchen werden. Sollten sie ansehnlich sein, werde ich euch die Kerlchen samt Rezept natürlich vorstellen.

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3 Gedanken zu „Italy meets Greece (Moussaka-Lasagne)

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