Baguettebrötchen?

Heute morgen gab es hier zum Frühstück frische Brötchen aus dem Baguetteteig von gestern. Aber eines kann ich zum Frühstücksbrötchenselberbacken sagen: Allzu hungrig sollte man nicht sein!!! Denn Geduld haben fällt extrem schwer, wenn einem der Magen knurrt und es schon so verdächtig gut riecht. Und weil ich von Natur aus eher ungeduldig bin und erst geradeeben meine Brotfehler vom Baguette analysiert habe, war es hier natürlich auch so, dass ich die Brötchen zu kalt und zu kurz gebacken habe. Immerhin habe ich aber das Auseinanderlaufen verhindert, indem ich mich einer Backpapierkonstruktion bedient habe: Ich habe es so gefaltet und mittels Blechrand und einem Holz-Kochlöffel zusammengeschoben, so dass die Brötchen nicht in die Breite laufen konnten.

Das Backpapier wird so gefaltet, dass die Brötchen nicht zur Seite weglaufen können.

Das Backpapier wird so gefaltet, dass die Brötchen nicht zur Seite weglaufen können.

Die Brötchen aus dem gestrigen Baguetteteig habe ich übrigens über Nacht mit einer Klarsichtfolie abgedeckt im Kühlschrank belassen. Leider sind sie so aufgegangen, dass sie aneinanderklebten. Ich habe sie so gut es ging auseinandergefriemelt. Das nächste mal werde ich sie mit der Backpapierfalttechnik in die Schachtel legen!

Hier sind sie noch frisch und nicht aufgegangen. Heute morgen waren sie etwa doppelt so hoch.

Hier sind sie noch frisch und nicht aufgegangen. Heute morgen waren sie etwa doppelt so hoch.

Die Brötchen habe ich nach dem Gehen (insgesamt nur 20 Minuten, ich hatte soooo Hunger!) längs eingeschnitten. Den Effekt des Aufplatzens könnte man durch richtiges Teigwirken noch verstärken, das aber unbedingt erfolgen muss, bevor man die Brötchen in den Kühlschrank packt. Einfach vom Rand her einrollen, festdrücken und das so lange machen, bis der Teig ganz eingerollt ist. Auf die Weise bekommt die Kruste mehr Spannung und platzt beim Backen auf. Beim kleinen Brötchen ganz rechts (s. Bild unten) habe ich nicht lang- sondern rundegwirkt und es ist tatsächlich etwas aufgeplatzt. Ich habe dafür den Rand 5 mal zur Mitte hin eingeschlagen, den Schluß nach unten und dann den runden Teigling in die Länge gezogen.

Nach dem Backen: Die Konstrucktion hat gehalten.

Nach dem Backen: Die Konstrucktion hat gehalten.

Frische warme Brötchen zum Frühstück!

Frische warme Brötchen zum Frühstück!

Geschmacklich wieder top, aber eine Baguetteform muss her. Also habe ich heute morgen frischgestärkt den Lieblingsmann losgeschickt eine solche zu besorgen.

Eine Baguetteform aus metall läßt die Feuchtigkeit aus dem Brot besser entwichen und macht es auch von unten schön kross.

Eine Baguetteform aus Metall läßt die Feuchtigkeit aus dem Brot besser entweichen und macht es auch von unten schön kross.

Und nun weiß ich auch, dass ich die Brötchen mindestens 1 Stunde vor dem Frühstück rausnehmen, aufs Baguetteblech legen und gehen lassen sollte. Danach kann ich ja dann nochmal unter die Decke schlüpfen und weiterschlafen. Im Buch von Geißler finde ich ausserdem ein Brötchenrezept namens Schusterjungen, das meinen Brötchen etwas ähnlich ist. Allerdings habe ich weniger Roggenanteil. Trotzdem werden auch diese Brötchen recht lang gebacken, insgesamt über eine Stunde.

Insgesamt würde ich sagen, ist das Experiment Baguettebrötchen geglückt und wird nochmal etwas modifiziert nächstes Wochenende ausprobiert. Dann aber mit mehr Brötchen… schließlich wollen wir auch am Sonntag noch welche essen. 😉

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5 Gedanken zu „Baguettebrötchen?

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