Sonntagskuchen Nr. 14: Flying to the Mohn-Kuchen

Darf ein veganer Käsekuchen überhaupt Käsekuchen heißen? Franziskas Familie (have a try-Blog) war der Meinung, das geht gar nicht. Ohne Ei und Quark hätte ein Kuchen den Namen Käsekuchen nicht verdient. Und so fragte sie in die Runde ihrer Leserinnen und Leser, welchen Namen man denn einem wundervollen Kuchen geben könnte, der einen saftigen Kern aus Mohn besitzt und an ebendiese Spezialität aus Eiern und Quark erinnert. Und so kam der Vorschlag ihn „Flying to the Mohn“ zu nennen. Fand ich passend. So passend, dass ich euch diese wohlschmeckende Kreation unter diesem Namen vorstellen möchte.

Das Originalrezept findet ihr auf Franzisakas Blog. Und inzwischen bin ich auch so schlau, dass ich mich exakt an die Mehlvorgaben halte. Also habe ich fürs Vollkornmehl  100g Dinkelflocken zu Mehl vermahlen, das Type 630 habe ich wegen des Dinkel-Roggenbrots sowieso vorrätig. Der Knetteig war wunderbar geschmeidig und selbst warm gut zu formen. Überhaupt nicht bröselig. Ich empfehle unbedingt, die Creme aus Sojajoghurt und Seidentofu erst zu probieren, wenn der größte Teil bereits in der Kuchenform steckt. Ansonsten besteht Suchtgefahr! 😀

Ich habe dieses mal einen Trick versucht, wie der Kuchen in der Mitte nicht so hochgeht und beim Backen aufreißt. Diesen habe ich neulich unter dem Stichwort „hubbelfrei backen“ gefunden und fand ihn so einfach und genial, dass ich es unbedingt ausprobieren wollte. Und tatsächlich ist der Kuchen damit nicht aufgebrochen! Ihr braucht dafür lediglich Alufolie, Küchenapier und Wasser! Damit ich es für verschieden große Formen verwenden kann, habe ich es einfach mit einem Paar Büoklammern festgesteckt. Wie es genau geht wird euch hier erklärt.

Leider werden Käsekuchen mit Sojaghurtfüllung immer etwas gräulich. Das hält Nichtveganer gerne mal davon ab, es als lecker zu empfinden. Das Auge ißt ja bekanntlich mit. Wie Franziska die helle Farbe hinbekommen hat muß sie mir mal noch flüstern. Sollte es tatschlich mal den Reisghurt geben, dann werde ich es gesichert einmal damit probieren. Natürlich schmeckt man das Sojajoghurt raus. Außerdem ist die Konsistenz nicht locker-luftig, sondern eher wie ein Pudding, was aber zu erwarten war. Geschmeckt hat es  wunderbar. Auch der Mohn passte gut und war wirklich lecker. Flying to the Mohn-KuchenUnd weil hier gerade der Flieder blüht, haben wir gestern in Omas Garten einen großen Strauß geschnitten. Herrlich duftet er unsere Küche voll und zaubert trotz des nasskalten Wetters ein wenig Frühlingsstimmung in die Bude.

Ich habe euch das Rezept noch eigestellt. Wie ihr ihn macht könnt ihr gerne im Originalrezept nachlesen.

  • 100g Dinkelvollkornmehl
  • 150g Dinkelmehl 630
  • 100g Margarine
  • 1 TL Backpulver
  • 60g Agavendicksaft
  • 2-3 EL Wasser

Zutaten für die Crème-Füllung:

  • 500g Sojajoghurt (natur)
  • 400g Seidentofu
  • 125g Margarine
  • 80g Speisestärke
  • 80g Agavendicksaft
  • 80g Rohrohrzucker
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 100g Dampfmohn
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2 Gedanken zu „Sonntagskuchen Nr. 14: Flying to the Mohn-Kuchen

  1. Die Kombi mit Mohn finde ich ja suuuper! Mein ‚Michels Käsekuchen‘ hat ja nicht soooo viel Käsekuchentopping … Da werde ich das nächste Mal eine Ladung Mohn druntergeben … Das Teigrezept werde ich dazu gleich mit testen 😊 Bingo!! Flieder??? Bei uns blüht gerade der Bärlauch 😟

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