Vegan unterwegs in Pisa: Osteria e Pizzeria Ben d’Iddo

Pisa Ben D'Iddo EingangGanz in der Nähe der Touristenattraktion Piazza dei Miracoli mit Dom und schiefem Turm von Pisa findet man ein ganz spezielles kleines Restaurant, das hauptsächlich vegetarische Speisen anbietet, aber auch vegane Alternativen bereithält. Aufmerksam wurde ich, weil auf dem Eingangsschild die Internetadresse vegetagliano.com zu finden war. Wo vegetarisch Programm ist, könnte vegan dabei sein. So dachte ich, trat zum Kaffeetrinken an die Bar, um auch einen Blick in die Karte zu werfen. Ich war positiv überrascht, dort ein Ragù di Seitan zu finden und wollte es unbedingt ausprobieren.

Pisa Via Angelo Galli TassiDu findest das Ben D’Iddio in einer klitzekleinen Parallelstrasse zur Piazza del Duomo, der Via Angelo Galli Tassi, indem du von der Querachse des Doms Richtung Süden die Via Romana reinläufst und die erste Querstrasse nach links abbiegst. Keine Angst, es ist ansonsten nichts in dieser Strasse, was einen suchen lassen müsste. Gegenüber des Eingangs, direkt im Schatten der Mauer des botanischen Gartens ist eine kleine Empore mit vier winzigen Tischen aufgebaut, auf der du dein Essen auch im Schatten draußen einnehmen kannst. Für die heißen Tage des Jahres sehr wichtig! Im Inneren findet man drei größere Tische.

Die Bedienung war eine junge, kleine Frau mit sehr heller Stimme, die uns äußerst benmüht und freundlich bedient hat und auch sehr gut englisch sprach. Der Kaffee an der Bar war geschmacklich nicht besonders zu empfehlen. Allerdings wurde mir auf meine Nachfrage nach Latte die Soya als Alternative Reismilch ageboten, die ich aufgeschäumt in meinen Kaffee bekam. Mal eine Abwechslung zum Esspresso, den ich magels Milch-Angebot häufiger zu mir genommen habe. So gestärkt haben wir unserem Junior eine der bekanntesten UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten der Welt gezeigt und mutig den Turm bestiegen. Der Ausbilck von oben war toll, der Aufstieg selbst unbedingt erlebenswert.

Pünktlich um 12 waren wir oben auf dem Glockenturm und haben das Mittagsläuten der größten Glocke, der Assunta, aus nächster Nähe erlebt. Hier abgebildet ist aber die jüngste Glocke  Fonderia Marinelli del Agniane aus dem Jahr 2004.

Pünktlich um 12 waren wir oben auf dem Glockenturm und haben das Mittagsläuten der größten Glocke, der Assunta, aus nächster Nähe erlebt. Hier abgebildet ist aber die jüngste Glocke Fonderia Marinelli del Agniane aus dem Jahr 2004. Blick nach Westen auf Kathedrale und Battisterium.

Wieder unten angekommen musste natürlich noch das obligatorische Ich-halte-den-Turm-fest-Foto geschossen werden, bevor wir zum Mittagsmahl schritten.

Um die Wartezeit bis zur Fertigstellung der Pizza zu überbrücken wurden uns echte schwarze Oliven (ungefärbt!) und selbstgemachtes Olivenbrot serviert. Sehr lecker. Pisa Ben D'Iddo OlivenbrotWir waren die ersten Gäste und daher war der Pizzaofen wohl noch etwas zu heiß. Die nachfolgenden Pizzen waren jedenfalls lange nicht so verbrannt wie unsere. Ich habe natürlich die Seitan-Bolognese probiert.

Oricchiette mit Seitanbolognese und Pizza Margherita. An der Form war eindeutig erkennbar, dass diese selbstgemacht war. Der Pizzabäcker könnte aber noch ein wenig Nachhilfe bei der Formung vertragen.

Oricchiette mit Seitanbolognese und Pizza Margherita. An der Form der Pizza war eindeutig erkennbar, dass diese selbstgemacht war. Der Pizzabäcker könnte aber noch ein wenig Nachhilfe bei der Herstellung einer runden Form vertragen.

Orichiette hatten sie eifrei im Repertoire. Für Deutsche ist eine al dente gekochte eifreie  Nudel der Inbegriff italienischer Nudelkunst. Umso mehr war ich in diesem Urlaub überrascht, wie viele Eiernudeln die Italiener eigentlich verwenden. War mir früher nie aufgefallen. Trotzdem bekommt man in jedem Retaurant mindestens eine eifreie Sorte. Die Portionsgröße der primo piatto genügte uns, um satt zu werden. Wer mehr braucht findet aber auch vegane Hauptgerichte auf der Karte.

Die Preise entsprachen normalen Restaurants, abseits der Touristenmeile.

Die Preise entsprachen normalen Restaurants, abseits der Touristenmeile.

Bei den Nachtischen wurde ich vegan nicht fündig. Auf Nachfrage zu eifrei (senza uovo) bot sie mir Erdbeeren mit Mascarpone an und ich sagte auf deutsch zum Lieblingsmann „Ja, aber Mascarpone ist halt drin“ und überlegte, ob ich fünfe gerade lasse, da bot sie schon an, mir stattdessen einfach nur Erdbeeren zu machen. Das fand ich total nett und richtig gut mitgedacht. Sie hatte sich wohl vom Kaffee behalten, dass ich keine Milch trinke.

Die Erdbeeren waren stakt gezuckert, was für einen Nachtisch aber in Ordnung war. Das Tiramisu war eine große Portion. Der Lieblingsmann hat sie nicht ganz geschafft.

Die Erdbeeren waren stark gezuckert, was für einen Nachtisch aber in Ordnung war. Das Tiramisu war eine große Portion. Der Lieblingsmann hat es nicht ganz geschafft.

Geöffnet ist das Ben d’Iddo von 12:15 – 22:00 Uhr. Wer mehr lesen möchte und italienisch kann, darf sich hier schlaulesen. Wir können dieses kleine Restaurant wirklich empfehlen.

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4 Gedanken zu „Vegan unterwegs in Pisa: Osteria e Pizzeria Ben d’Iddo

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