Zimteis, vegan

Zimteis, vegan EyecatcherZimteis verbinde ich klassischerweise mit Winter, Weihnachten und Gemütlichkeit. Nicht nur mir geht das so. Zu Hauf finden sich nun in den Kühlregalen plötzlich, meist mit Schokolade verzierte, winterliche Motive aus Tannenbäumen, Sternen oder Kometen aus ebenjenem Zimteis. Das kann man vegan und einfach selbst herstellen.

Welches Getränk stellt ihr euch zu Zimteis vor? Einen schönen heißen Kaffee oder Espresso, oder eher etwas mit „Damf“ wie einen feinen Kaffeelikör, einen Pflaumenwein oder einen nach Pflaumen duftenden Banyuls, oder doch eher einen heißen Punsch? Ich verrate euch, was ich mir dazu vorstelle: Rumtopf!

Denn genau dafür habe ich die Tage in meiner Küche experimentiert und dieses vegane Zimteis kreiert. Damit ich kommenden Samstag bei den Vorbereitungen zum rumtöpfeln online nachlesen kann, wie ich das gemacht habe, schreibe ich es auch gleich auf. Es spuken noch einige Ideen mehr in meinem Kopf rum. Aber erst einmal kommt das Rezept für ein ganz einfaches, leicht cremiges und relativ kostengünstiges Zimteis, das Cashewkerne als Fettgrundlage verwendet.

Damit die Phytinsäure entfernt wird, werden die Kerne vorab einige Stunden in Wasser eingeweicht und getrocknet, bevor sie mit den übrigen Zutaten in einem Mixer sehr fein püriert werden. Bei mir haben die Kerne nach zwei Stunden die Hälfte ihres Eigengewichts an Wasser aufgesogen, über Nacht eingeweicht wurden aus 100g Cashewkernen stolze 170g. Diesen Zuwachs an Wasser muss man natürlich berücksichtigen. Mehr Wasser bildet im fertigen Speiseeis leichter störende Eiskristalle. Cremiger wird das Eis auf jeden Fall, wenn ihr die Kerne nach dem Einweichen wieder etwas trocknen lasst. Das kann man ausgebreitet auf einem Küchentuch über Nacht machen. Diese Methode ist sicher energieschonend, bedarf aber einer Vorbereitungszeit von einem Tag. Nichts für Eilige, meint ihr? Dann könnt ihr die Cashews bei ca. 50°C mit geöffneter Backofentür für etwa eine Stunde trocknen und danach abkühlen lassen, bevor ihr sie weiterverwendet.

Der Rest ist ganz einfach, wenn man eine Eismaschine besitzt. Dort hinein wird die Masse gefüllt und 60 Minuten gekühlt. Sie ist sofort servierfertig, kann aber auch im Gefrierschrank für einige Stunden aufbewahrt werden und bleibt so auch portionierbar. Über Nacht wurde die Masse recht hart. Ich musste sie erst etwa 10 Minuten antauen lassen, um Kugeln formen zu können. Das ist auf den relativ geringen Fettgehalt von nur 11% zurückzuführen.

  • 100g Cashewkerne
  • ca. 300ml kochend heißes Wasser
  • 500ml Sojamilch
  • 2 TL Zimt
  • 75g Rohrohrpuderzucker
  • 20g Traubenzucker
  • 2 TL Johannisbrotkernmehl (über ein Sieb beim Mixen einrieseln lassen)

Den Puderzucker habe ich aus einfachem Roh-Rohrzucker mit meinem Mr.Magic-Mixer selbst hergestellt. Selbstverständlich kann man auch normalen Zucker verwenden, muss dann aber etwas länger warten, bis dieser sich ganz aufgelöst hat, bevor man es in den Eisbereiter füllt.

Dekoriert mit Schokoglasur und etwas Zimtpuder ein echter Hingucker.

Dekoriert mit Schokoglasurr, Cashewkernen und etwas Zimtpuder ein echter Hingucker.

Die Menge reicht für ca. 1l Eiscreme. Meine war von der Konsistenz zwar sehr cremig, besaß aber einige gröbere Eiskristalle. Weil ich nicht so geduldig war und die Kerne ungetrocknet verwendet habe. Auch ist der Schmelz auf der Zunge nicht so warm wie bei manch anderen Eissorten. Wen das aber nicht stört, der hat mit diesem wirklich sehr einfachen Rezept eine gute Grundlage. Die Sojamilch schmeckt stark durch, manche Personen mögen das nicht. Auch ich selbst bin von diesem Sojageschmack nicht ganz so begeistert und werde deshalb noch ein wenig weiter experimentieren.

Da zu Zimt immer auch Schokolade passt, habe ich die einfache Schokoglasur dazu probiert und fand es wirklich herrlich lecker.

Jetzt fehlt nur noch der Rumtopf!

Jetzt fehlt nur noch der Rumtopf!

Zuckergehalt: 14,5%
Fettgehalt: 10,5%

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5 Gedanken zu „Zimteis, vegan

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