Haselnussplätzchen (vegan)

Haselnussplätzchen mit blättriger HaselnussHaselnussmakronen werden klassischerweise mit Eischnee gemacht. Also sind sie für mich tabu. Aber es muss ja auch möglich sein, diese leckeren Plätzchen vegan herzustellen. Und so habe ich mich nach intensivem Studium verschiedener Erfahrungsberichte dieser Tage in die Küche gestellt und mit dem Aquafaba, dem Kicherschnee oder veganen Eischnee, wie man ihn auch nennt, rumprobiert. Ich finde, das Ergebnis kann sich trotz vorhandenen Verbesserungspotenzial durchaus sehen lassen.

Den Kicherschnee habe ich nach dieser Anleitung aus dem Kichererbsenwasser lediglich mit Johannsibrotkernmehl hergestellt. Anschließend habe ich einige Haselnüsse beiseite gelegt und den Rest in meinem Mr. Magic gemahlen. Inzwischen kaufe ich lieber ganze Nüsse und mahle sie selbst. Denn die gemahlenen werden mir hier komischwerweise immer schnell ranzig. Die gemahlenen Nüsse und den  Puderzucker habe ich mit einem Teigschaber portionsweise unter die Eischneemasse gehoben. Dabei ist der Schnee ein klein wenig zusammengefallen, war aber immer noch fest genug.

Ich gebe zu, ich habe mich nicht getraut Makronen zu machen, weil ich dachte, dass der Teig vermutlich ausläuft. Diese Angst hätte ich nicht unbedingt haben müssen, aber nun ist es passiert und ich kann euch nur raten: Traut euch!

In etwa 2 cm Abstand habe ich zunächst halbe Haselüsse auf den Teig gegeben, die restlichen  Nüsse habe ich blätrig geschnitten und einfach über den Rest des Teigs gestreut.

In etwa 2cm Abstand habe ich zunächst halbe Haselüsse auf den Teig gegeben, die restlichen Nüsse habe ich blättrig geschnitten und einfach über den Rest des Teigs gestreut.

Also habe ich die Masse auf die Hälfte eines kleinen Backblechs gestrichen. Die Fläche betrug so etwa 15x20cm. Garniert habe ich eine Hälfte in regelmäßigen Abständen mit halbierten Haselnüssen, die andere Hälfte mit blättrig geschnittenen Haselnüssen. Ich wollte einfach ausprobieren was sich besser macht. Danach kam das ganze in den Ofen. Und hier müsst ihr wirklich Geduld haben. Denn der Kicherschnee verträgt keine hohen Backtemperaturen. Man muss ihn eher trocknen. Aber die gute Nachricht: Er blieb fluffig und fiel nicht zusammen.

Nach dem Backen habe ich die Teigplatte auskühlen lassen und zum schneiden auf eine ebene Fläche gelegt.

Nach dem Backen habe ich die Teigplatte auskühlen lassen und zum schneiden auf eine ebene Fläche gelegt.

Insgesamt 2 Stunden war die Platte bei 100°C Umluft im Ofen. Danach habe ich sie erst einmal auskühlen lassen und davon Stücke geschnitten.

Eine ganz schön bröselige Angelegenheit. Mit einem Scharfen Messer mit glatter Klinge geht es aber doch ohne viel Verlust. Nur am Rand ist es manchmal etwas arg trocken.

Eine ganz schön bröselige Angelegenheit. Mit einem Scharfen Messer mit glatter Klinge geht es aber doch ohne allzuviel Verlust. Nur am Rand ist es manchmal etwas arg trocken.

Das bröselte ordentlich. Ich musste erst einmal saugen danach. Solltet ihr euch für diese Form entscheiden, so rechnet mit etwa 10% Verlust. Den Teil mit den blättrig geschnittenen Nüssen habe ich in etwas größere Stücke geschnitten, die mit der halben Haselnuss in etwa 2cm große Quadrate, so dass in jedem mittig eine Nusshälfte saß.

Haselnussplätzchen... einfach lecker!

Haselnussplätzchen… einfach lecker!

Die Makronen kleben etwas an den Zähnen. Sie waren nicht ganz durchgebacken. Aber der Geschmack war bombig…. überhaupt nichts erinnert daran, das dies Kichererbsenwasser ist. Das nächste mal werde ich sie auf Oblaten spritzen und geduldig 3 Stunden oder läger warten, bis sie durchgetrocknet sind. Und wenn ihr es schafft mit meinem Teig ganz ohne Backpulver, dann lasst doch einen Kommentar da. Ich würde mich freuen.

  • 120ml Kichererbsenwasser aus dem Glas (denree, gesalzen)
  • 1/2TL Johannisbrotkernmehl
  • 100g gesiebter Puderzucker
  • 100g geriebene Haselnüsse
  • ca. 20 Nüsse als Deko (ergibt 40 Makronen)
Mit den blättrig geschnittenen Nüssen erinnert es fast ein wenig an Spekulatius. Nur der Geschmack ist eindeutig haselnussmakronig. ;)

Mit den blättrig geschnittenen Nüssen erinnert es fast ein wenig an Spekulatius. Nur der Geschmack ist eindeutig haselnussmakronig. 😉

Die bekommen jedenfalls das Prädikat familientauglich. Die Etagere mit den Kekschen steht hier auf dem Wohnzimmertisch… und es ist doch so schön mal kurz ein Plätzchen zu naschen… Die Portion ist nach einem Tag schon fast leer.

Ich empfehle euch, die Kekse nicht in einer Dose aufzubewahren. Denn sie sind trocken wesentlich besser und vertragen es ohne Probleme ein paar Tage offen zu liegen. Länger halten sie eh nicht. Versprochen! 😉

 

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Ein Gedanke zu „Haselnussplätzchen (vegan)

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