Eiskalter Wintersalat – Teil II (salziges Avocadoeis)

Avocadoeis salzig EyecatccherVor einigen Tagen habe ich euch mein Tomatensorbet vorgestellt. Es ist eine Komponente unseres Weihnachtsmenüs. Hier wird es Eis statt Salat geben… oder Eis zum Salat… wir werden sehen. Heute habe ich den zweiten Teil in Angriff genommen: Ein herzhaftes Avocadoeis. Und mal ehrlich… bei den derzeitigen Temperaturen liege ich mit einem Eis statt Salat zum Weihnachtsmenü doch goldrichtig. Ich überlege fast, ob wir nicht im Garten dinieren… 😀

herzhaftes Avocadoeis ZutatenKatharina von Käthe Veganete hatte die Idee, es mit Pistazienkernen zu verfeinern. Das war ein wirklich guter Tipp! Mein Eisrezept (siehe unten) kommt außerdem ohne Emulgatoren aus. Die Avocado selbst, sowie die Sojamilch enthält Lezithin, welches die Emulsion stabil hält. Ein Problem ist die Bräung der Avocado. Der Zitronensaft verhindert das weitgehend. Trotzdem solltet ihr das Eis besser frisch zubereiten und nicht allzulange lagern. Ich habe es gestern zubereitet und mit Pistazienkernen abgedeckt blieb es noch grün.

Die Cahewkerne mit heißem Wasser überbühen und mind. 2h stehen lassen. Danach gut mit kaltem Wasser abbrausen. Die beiden Avocados schälen und mit 150ml Sojamilch und Zitronensaft im Mixer pürieren. Die Cashewkerne mit dem Rest Sojamilch, Salz und Zucker ebenfalls pürieren. Ich war froh, es getrennt gemacht zu haben, weil es am Ende eine rechte Pampe gibt und sich zusammengerührt kaum pürieren ließ. Alternativ könnte man statt Cashewkernen vermutlich auch 50g Cashewmus verwenden und die Avocados mit der gesamten Menge Sojamilch pürieren. So spart man sich einen Teil der Zubereitungszeit.

Pistazien runden das ganze wunderbar ab und passen auch farblich hervorragend!

Salzig geröstete Pistazien runden das Eis ab und passen auch farblich hervorragend!

Bevor das Eis in die Eismaschine kommt, werden die Zitronenschalen untergerührt. Dann in den Gefrierbehälter füllen und je nach Vorkühlung der Zutaten könnt ihr 40-50 Minuten rechnen. Während Eismaschine Trude rührt, habe ich die Pistazien von den Schalen befreit. Wenn die darunterliegende Haut gut abging, habe ich sie entfernt, aber es stört nicht, wenn sie dran bleibt. Ist eher für die Optik. Dann wurden die Kerne gehackt und über das fertige Eis gestreut. Ihr könnt sie auch anschließend unterheben. Wie ihr wollt. Nur bitte nicht in die Eismaschine geben, denn der Rührer könnte sich verkanten. Manche empfinden Stückchen im Eis auch als störend. Deshalb habe ich es nur über die Eismasse in der Schachtel gestreut, so dass man beim Entnehmen automatisch was mitbekommt.

Lecker und außergewöhnlich: Salziges Avocadoeis!

Lecker und außergewöhnlich: Salziges Avocadoeis!

Schon seltsam, wie Kälte Geschmack verändert. Die vorbereitete Eismasse muss wesentlich süßer schmecken, damit es in gefrorenem Zustand überhaupt noch süß schmeckt, bei Salz und Schärfe ist das umgekehrt. Ich bin erstaunt, wie stark das Salz durchkommt. Wenn ihr abschmeckt, dann seid also lieber etwas vorsichtiger mit dem Salz. Das verwendete Himalayasalz ist weniger scharf und solltet ihr Meersalz oder anderes Salz verwenden, so achtet darauf, es nicht zu salzig zu machen. Die gesalzenen Pistazienkerne geben ja auch nochmal Salzgeschmack.

Wow! Ich war überrascht. Das Eis ist cremig und voll lecker (wenn auch einen Tick zu salzig zum allein essen). Bevor ihr es serviert solltet ihr es 10-15 Minuten antauen lassen. Direkt aus der Eismaschine und auch eine Stunde später war es aber noch gut portionierbar. Ich bin mir sicher, ich werde euch nächsten Sommer mit der ein oder anderen Avocadoeis-Kreation überraschen. Ich habe jetzt schon Ideen… *schwelg* Ein wenig mehr Säure hätte es vertragen können. Ich habe euch deshalb statt der verwendeten 3EL Zitronensaft mal 3-5 EL aufgeschrieben. Probiert einfach aus, es darf ungefroren ruhig ein klein wenig säuerlich schmecken.

Dieses war der zweite Streich,
ich das Rezept euch überreich…

  • 2 Avocados (ca. 300g)
  • 200ml Sojamilch (oder andere Getreidemilch)
  • 50g Cashewkerne (frisch eingeweicht)
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Traubenzucker
  • 1 TL Himalayasalz
  • 3-5 EL Zitronensaft (abschmecken)
  • 1/2 TL Zitronenschale getrocknet (ca. 1 TL frisch)
  • 100g geröstete, gesalzene Pistazien (ergibt 50g Pistazienkerne)

Und natürlich war ich auch neugierig, wie es sich in Kombination mit dem Tomatensorbet macht. Ich finde, die beiden sind schon farblich ein Hit!

Tomatensorbet und salziges Avocadoeis. Die Kombi knallt nicht nur farblich!

Tomatensorbet und salziges Avocadoeis. Die Kombi knallt nicht nur farblich!

Geschmacklich haben sie sich sehr gut ergänzt. Und was nun dazu? Obst? Gemüse? Salatblättchen? Ein Salatdressing? Wer will darf gern kommentieren und den Salatgang unseres Weihnachtsmenüs mit mir weiterentwickeln.

Ich schaue mir die beiden Früchtchen auf dem weißen Teller an und denke spontan an grün-weiß-rot…. italienische Wintersalat-Variation.

 

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5 Gedanken zu „Eiskalter Wintersalat – Teil II (salziges Avocadoeis)

  1. Jöö, ich wurde erwähnt ! Mensch, da bekommt man ja total Lust auch so ein Avocado-Eis zu zaubern so lecker wie das aussieht ! Etwas dazu essen ? Wieso das ? Einfach pur genießen hätte ich gesagt 😉

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