Spinat-Kartoffelwaffeln mit Knoblauch-Avocado-Dip

Spinat-Kartoffel-Waffeln mit Avocado-Joghurt-DipManchmal will der Zufall, dass alles zusammenpasst… Mein Mann hat Lust auf Spinat und Bratkartoffeln, ich eher auf Kartoffelpuffer und außerdem seit Tagen Appetit auf Waffeln und den Junior kann man mit Waffeln immer locken. Wie kann man das alles zusammenbringen? Mein unveganes Spinatwaffel-Rezept aus früheren Zeiten wollte ich nach dem damaligen Waffel-Debakel bei meiner Freundin nicht veganisieren. Und so machte ich mich auf, meine Spinatwaffeln neu zu erfinden…

Derzeit erkunde ich die vegane Szene meiner Stadt genauer, um mal zu schauen, wer sich hier so vegan in Karlsruhe umtreibt. Und da fiel mir ein VeganBlog auf den Bildschirm, den ich ganz hübsch gemacht finde: Hannastöchter. Nein, der hat nichts mit dem Buch von Marianne Fredriksson zu tun. Hanna ist die Mutter bzw. Oma der Autorinnen dieses Blogs, die diesen als Autorenkollektiv mit Leben und Beiträgen füllen und von denen einige aus Karlsruhe kommen. Als ich dort stöberte, war das Kartoffelwaffelrezept genau die Anregung, die ich brauchte. Ich habe das Original-Rezept wegen des geforderten Spinats ein wenig abgewandelt.

Dezeit gibt es frischen Spinat problemlos zu kaufen. Ausserhalb der Spinatsaison oder wenn es euch zu viel Arbeit ist, könnt ihr selbstverständlich auch auf Tiefkühlkost ausweichen. Ich empfehle Bio-Spinat zu verwenden. Der wird nicht so stark gedüngt und enthält weniger Nitrat als der aus konventionellem Anbau. Die von mir angegebene Menge reicht für 8 Waffeln. Aber keine Angst, heute sind 2 Erwachsene und 2 Kinder gut davon satt geworden und es blieb sogar noch ein wenig übrig.

Waffeln

  • 250g frischer Bio-Spinat (zur Not auch 200g TK-Spinat, aufgetaut)
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1EL Olivenöl
  • 300g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
  • 100g Weizenmehl (Type 405)
  • ca. 450ml Wasser
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 EL Mandelmus
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 2 TL Salz
  • 1 geh. TL Backpulver
  • 150g geraspelte rohe Kartoffeln (geschält oder ungeschält)
  • 70g schmal geschnittener Lauch
  • Fett für das Waffeleisen

Dip

  • 400g Sojajoghurt
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1/4 Avocado
  • Schale einer halben Zitrone
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • ca. 1 TL Salz
  • Pfeffer nach Belieben
Der frische Spinat wird ganz fein geschnitten und nur kurz angebraten, bis er zusammenfällt.

Der frische Spinat wird ganz fein geschnitten und nur kurz angebraten, bis er zusammenfällt.

Zunächst den Spinat waschen, die Blätter von den Strünken befreien (enthalten mehr Nitrat als das Blatt) und in schmale Streifen schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, eine Knoblauchzehe in 2mm dicke Scheiben schneiden und ins Fett legen, den Spinat darüberschichten und 60-90 Sekunden braten. Danach aus der Pfanne nehmen, die Knoblauchstückchen entfernen und Spinat zur Seite stellen.

Für den Waffelteig Mehl, Salz, Backpulver und Wasser zu einem Teig verrühren. Mandelmus, Öl, Salz und Kurkuma unterrühren und zum Quellen stehen lassen. Die Kartoffeln fein reiben und mit dem Lauch und dem abgekühltem Spinat mit einem Eßlöffel unter den Teig rühren. Falls der aufgetaute Spinat viel Wasser enthält und der Teig zu dünn wird, einfach noch etwas Mehl hinzugeben.

Das Waffeleisen erhitzen und pro Waffel etwa 3 gehäufte Eßlöffel einfüllen und gut verteilen. Der Teig geht nicht stark auf und fließt auch nicht. Deshalb müsst ihr ihn bis an den Rand streichen. Danach solange backen, bis sich die Waffel gut vom Eisen löst.

Der Teig sollte bis zum Rand gestrichen werden. DIe fertige Waffel kommt leicht aus dem Eisen, sobald sie durchgebacken ist.

Der Teig sollte bis zum Rand gestrichen werden. Die fertige Waffel kommt leicht aus dem Eisen, sobald sie durchgebacken ist.

Für den Dip Joghurt, Avocado, Knoblauch und Zitronensaft pürieren, die Zitronenschale unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das schöne an diesen Gemüsewaffeln ist außerdem, dass man sie wunderbar auch als Snack kalt genießen kann. Falls bis morgen früh noch etwas übrig bleibt, wird der spinatliebende Junior morgen jedenfalls ein oder zwei Herzchen als Schulvesper mitbekomen.Spinat-Kartoffel-Waffeln 2

Fazit: Familientauglich! Das Besucherkind verkündete lautstark, es möge keinen Spinat, schob aber tapfer hinterher, er würde es wenigstens probieren. Erst wollte er auch den Dip nicht anrühren, fasste sich ein Herz und versuchte auch das. Und dann wanderten noch einige Waffeln MIT Dip mehr in den Kindermagen… Wenn das nicht ein Erfolg ist. Am Ende meinte er „Kannst du meiner Mutter das Rezept geben? So mag ich Spinat!

Ein wunderbares Essen auch für kleinere Kinder und Babys, die Fingerfood bevorzugen (dann aber besser ohne Dip?) oder für Familien, die gerne mal einen Tag mit den Fingern essen. Hier bei uns heißt so ein Essen Sauigelessen, oder Räubertag. Und bei euch?

Der "Räuberturm"

Der „Räuberturm“

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