Tomatensuppe

Tomatensuppe EyecatcherEs klingt einfach, aber der Teufel steckt im Detail. Eine wohlschmeckende Tomatensuppe hinzubekommen, die weder fad noch nach Tomatensoße schmeckt, war für mich damals als Kochanfänger nicht möglich und ich habe auf Tütensuppe zurückgegriffen. Diese Zeiten sind nun vorbei, auch wenn es vegane Tütensuppen gibt. Wie also schafft man es, ohne den sonst üblichen Zucker (VfY-Challenge-Teilnehmer aufgepasst!) aus Tomaten, Zwiebeln, Gewürzen und Wasser etwas herzustellen, was einem den berühmten Knoten in den Löffelstiel zaubert?

Ein Trick ist sicher, dass die Suppe weder Basilikum noch Oregano enthält und so nicht den Eindruck von Tomatensoße erweckt. Lediglich Thymian kommt als Gewürz hinein. Besser frisch, aber getrocknet geht natürlich auch. Wer will kann noch ein Lorbeerblatt mitköcheln. Das nächste ist die Verwendung von getrockneten Tomaten. Sie geben dem Gericht durch die enthaltenen Röstaromen Tiefe und lassen die Suppe so tomatig daherkommen, dass man auch auf Tomatenmark verzichten kann. Wer keine Kinder hat, kann auch gern mit einem Schuß Sherry verfeinern.

Und kennt ihr das auch… vom gekochten Reis bleibt häufig so ein kleiner Rest übrig? Zu wenig für eine Portion, aber irgendwie auch zu schade zum wegwerfen? Reis als Einlage in einer Tomatensuppe ist ein Klassiker. Sicher auch deshalb, weil es eine hervorragende Resteverwertung für gekochten Reis ist und die Suppe kalorisch aufwertet. Die angegebene Menge ergibt 4 Teller, kann mit etwas mehr Wasser auch auf 5-6 Teller gestreckt werden. Der Reis gibt dem ganzen Gehalt, so dass die Suppe problemlos als Hauptgericht serviert werden kann. Mehr als zwei Teller mit 2 Scheiben Buttertoast habe ich nicht geschafft.

Ein wenig Zeit solltet ihr für die Zubereitung schon einplanen, denn die Suppe muss länger köcheln. Wer wenig Zeit hat, kann die Suppe aber auch am Vortag zubereiten und am Folgetag noch einmal erwärmen, bevor die Einlage dazukommt.

Reis und Frühlingszwiebeln könnt ihr natürlich auch weglassen. Ich finde aber, die Frühlingszwiebeln geben dem ganzen erst den richtigen Kick, vor allem wenn sie nicht weich und verkocht sind, sondern roh dazu gegeben werden.

Datteln statt Zucker und getrocknete Tomaten für die Röstaromen.

Die Zutaten: Datteln statt Zucker und getrocknete Tomaten für die Röstaromen.

  • 200g Cocktailtomaten
  • 1 Dose Tomaten (Stücke oder geschält)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 EL Olivenöl
  • 6 Datteln (getrocknet oder frisch)
  • 6 getrocknete Tomaten
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 100-150g gekochter Reis
  • 1 TL frische Thymianblätter
  • 500ml Wasser
  • Salz (ca. 1 TL)
  • 4 Scheiben Toast
  • 4 TL Knoblauchbutter

Die Zwiebel schälen, klein würfeln und im heißen Olivenöl bei geschlossenem Deckel und kleinster Flamme etwa 5 Minuten dünsten. Datteln entsteinen, kleinschneiden und zu den Zwiebeln geben. Die Cocktailtomaten achteln, ebenfalls in den Topf geben und im geschlossenen Topf so lange garen lassen, bis die Tomaten gut zerfallen sind. Dabei gelegentlich umrühren. Thymianblätter, Dosentomaten und gepressten Knoblauch zugeben und alles zusammen sanft erhitzen. Drei getrocknete Tomaten klein schneiden (die restlichen verwendet ihr später) und mit dem Wasser zur Suppe geben, kurz aufkochen und das ganze 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren.

Während die Suppe köchelt schneidet ihr die restlichen getrockneten Tomaten sehr, sehr klein. Gebt euch Mühe, es so klein hinzubekommen wie ihr könnt. Denn die Stückchen quellen etwas auf. Am besten 1-2mm schmale Streifen schneiden, drehen und dann ebenso fein würfeln. Nichts stört mehr in einer Suppe, als große Brocken. 😉

Nun die Suppe ganz fein pürieren und etwas Wasser zugeben, falls sie zu dick geraten ist. Mit Salz abschmecken und die hauchfein geschnittenen getrockneten Tomaten unterrühren. Das ganze etwas ziehen lassen (ich habe die Suppe am Vortag zubereitet und an dieser Stelle am nächsten Tag weiter gemacht). Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und kurz vor dem Servieren mit dem Reis zusammen unter die Suppe heben.Tomatensuppe mit Einlage und Knoblauchbuttertoast

Man kann es entweder pur essen, oder Baguette oder Toast dazu reichen. Ich habe mir Toast mit selbstgemachter Knoblauchbutter bestrichen, in Streifen geschnitten und dazu gegessen. Passt herrlich. (4 Scheiben Toast und 2 EL Knoblauchbutter). Wie ich die zubereite sage ich euch ein anderes mal. 😉

Familientauglichkeit: Hoch! Obwohl… Der Sohn war absolut begeistert. Wenn nur auch mein Mann Tomaten mögen würde… 😀 Und so wird diese Suppe in unserem Hause etwas bleiben, was ich nur für mich und den Sohn mache.

Und während ich das hier schreibe hat sich das Grünspechtweibchen mal wieder blicken lassen und versucht, aus dem hart gefrorenen Gartenboden eßbares herauszuholen. Das eitle Ding hat sich doch glatt kokett vor meine Linse postiert, da musste ich einfach abdrücken!

Guckst du??? Ein Grünspechtweibchen auf Futtersuche im Garten.

Guckst du???
Ein Grünspechtweibchen auf Futtersuche im Garten.

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4 Gedanken zu „Tomatensuppe

  1. Wir lieben Suppen und eine gute Tomatensuppe ist sowas Feines! Aber Du hast recht: oft haben sie eher was von Tomatensoße statt von einer Suppe! Das Rezept klingt super und das Ergebnis sieht auch genau so aus!
    LG
    AnDi

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