Leopardenkuchen – ein fleischloses Vergnügen

Leopardenkuchen aufgeschnittenDer Junior will diesen Fasching Leopard werden. Das Kostüm dafür ist schon in Arbeit. Und passend zum Motto ist mir dieser Leoparden-Kuchen unter die Finger gekommen, den ich unbedingt veganisieren wollte. Er besteht aus einem einfachen eifreien Hefeteig und wird durch eine ganz besondere Falttechnik zu diesem Gesamtkunstwerk. Keine Angst, es ist nicht schwer, es dauert nur ein wenig! Geschmacklich erinnert er eher an ein süßes Brot. Die Scheiben können auch wunderbar mit Butter/Margarine bestrichen genossen werden.

  • 250 ml Sojamilch
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1/2 TL Salz
  • 25 g Stärkemehl
  • 150 g Zucker
  • 50 g vegane Margarine (z.B. Alsan Bio)
  • 375 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 20 g Kakao
  • 2 EL Sojamilch
  • Eine Kastenform (ca. 20cm Länge)
  • Etwas Öl und Mehl für die Form oder Backpapier

Milch mit Vanille, Zucker, Salz und Speisestärke vermischen und unter Rühren aufkochen. Vom Herd nehmen und die Margarine darin schmelzen, solange die Mischung warm ist. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen (dauert etwa 1 Stunde).

Die Stärkepaste anschließend mit Mehl, Zucker und Hefe zu einem glatten Hefeteig verarbeiten. Der Teig ist relativ weich und ihr dürft nicht zu viel zusätzliches Mehl einkneten. Sonst wird der Kuchen trocken. Den Teig halbieren (ein kleines bißchen mehr weißer Teig, wenn ihr nicht exakt geteilt habt ist günstiger) und eine Hälfte beiseite legen. Die andere Hälfte nochmals in zwei gleiche Stücke teilen.

Der TEig wird in eine Hälfte und zwei Viertel geteilt. Das kleinere Viertel mache ich immer dunkelbraun.

Der Teig wird in eine Hälfte und zwei Viertel geteilt. Das kleinere Viertel mache ich immer dunkelbraun.

Die größere Hälfte in 7 gleichgroße Stücke teilen und abgedeckt beiseite legen. Ein Viertel mit 1 gestr. EL des Kakaos und 1 TL Milch gut zu einem einfarbigen hellbraunen Teig verkneten, das andere Viertel mit dem restlichen Kakao und 1 EL Milch zu einem dunkelbraunen Teig verkneten. Das ist ein wenig Schmonzerei am Anfang. Wenn ihr lang genug knetet wird der Teig aber schön formbar. Achtet darauf, ihn nicht zu trocken zu machen und fügt ggf. noch etwas Milch hinzu.

Die dunklen Teigfarben ebenfalls in 7 etwa gleichgroße Stücke teilen (also dann insgesamt 21 Kugeln) und abgedeckt 1 1/2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Damit sie nicht so austrocknen kann es sinnvoll sein, sie mit Frischhaltefolie abzudecken. Wer es ganz kompliziert mag, packt jede Kugel einzeln ein. 😉

Insegsamt 21 Teigkugeln, von jeder Farbe 7, die in etwa gleich groß sein sollten.

Insegsamt 21 Teigkugeln, von jeder Farbe 7, die in etwa gleich groß sein sollten.

Nach der Gehzeit werden aus den Kugeln die Rollen geformt, die später in die Form geschichtet werden. Ihr müsst hier nicht allzu genau arbeiten. Je unregelmäßiger die Rollen, desto interessanter wird das spätere Muster. Ihr startet mit dem hellbraunen Teig als Rolle und formt diese so lang wie eure Kastenform. Danach rollt ihr eine dunklere Teigkugel ebenfalls so lang, plättet diese aber mit einem Nudelholz (zur Not gehen auch die Finger). Dann legt ihr die helle Rolle hinein und schlagt den dunkeln Teig drumherum. Schön leopardig wird es, wenn an einigen Stellen die dunkelbraune Naht nicht ganz geschlossen ist. Genauso verfahrt ihr mit einer hellen Teigkugel: Rollen, plattwalzen, braun-dunkelbraune Rolle umschließen. Hier bitte drauf achten, dass der helle Teig die braunen Rollen komplett einschließt. Dann die Rolle abgedeckt beiseite legen.

Die Rollen machen etwas Mühe, sind aber einfach herzustellen.

Die Rollen machen etwas Mühe, sind aber einfach herzustellen.

So verfahrt ihr mit den restlichen 6 Teigrollen. Ihr könnt auch 2-3 doppelt so lange Rollen formen und diese dann in der Mitte teilen. So wird das Muster noch ein wenig abwechslungsreicher.

Ich habe insgesamt 5 dicke und 2 dünne Rollen gemacht. Die dünnen habe ich mittig geteilt.

Ich habe insgesamt 5 dicke und 2 dünne Rollen gemacht. Die dünnen habe ich mittig geteilt.

Wenn die 7 Rollen (bei geteilten entsprechend mehr) fertig sind, schichtet ihr sie in die Form und lasst ihr sie nochmals 30 Minuten gehen.

Zum gehen lassen nochmals mit Folie abdecken, damit der Kuchen nicht austrocknet.

Zum gehen lassen nochmals mit Folie abdecken, damit der Kuchen nicht austrocknet.

Danach werden die obersten Rollen für einen schönene Glanz noch mit etwas Milch bepinselt und der Kuchen kommt für 35-40 Minuten bei 170°C in den Ofen.

Am Ende erhaltet ihr einen Hefe-Kastenkuchen, der von außen ziemlich unspektakulär aussieht...

Am Ende erhaltet ihr einen Hefe-Kastenkuchen, der von außen ziemlich unspektakulär aussieht…

...und erst beim Aufschneiden (erst wenn er erkaltet ist!) sein entzückendes Innenleben preisgibt.

…und erst beim Aufschneiden (bitte erst wenn er erkaltet ist!) sein entzückendes Innenleben preisgibt.

Mein Tipps:

  1. Bitte die Stärkemischung unbedingt vorbereiten und abkühlen lassen. Sonst wird der Teig viel zu weich und ist nicht formbar.
  2. Wer den Teig kalt über Nacht gehen lässt, sollte die Hefemenge halbieren und unbedingt mit Folie abdecken.
  3. Bevor ihr die Rollen in die Form schichtet, nehmt immer 3-5 Rollen und formt sie vorsichtig zu einer größeren Rolle, ohne sie lang werden zu lassen.

Ohne Gehzeiten und mit etwas Übung beim Rollen und Einschlagen benötigt ihr etwa 90 Minuten Arbeitszeit.

Und nun möchte ich euch noch kurz zeigen, wie ich meine Kastenform neuerdings mit Backpapier auslege. Ihr habt es auf einem der oberen Bilder vielleicht schon bemerkt. Es ist ganz einfach: Umrisse mit einem Blei aufs Papier zeichnen, ausschneiden und in die Form legen. Dabei die Ränder etwas überstehen lassen, so kann man den fertigen Kuchen wunderbar an den langen Seiten mit dem Backpapier aus der Form ziehen, wenn er heiß ist. Ich habe euch mal ein Bild gemacht, damit ihr seht, was ich meine.

Umrisse aufzeichnen, so ausschneiden, dass die Ränder überstehen, knicken und in die Form legen.

Form aufs Papier legen, äußere Umrisse aufzeichnen, beim Ausschneiden darauf achten, dass die Ränder überstehen, an den Kanten knicken und in die Form legen.

Und nun: Helau, Alaaf, Narri Narro, Ahoi, Alla Hopp… oder wie auch immer ihr sagt.

Advertisements

7 Gedanken zu „Leopardenkuchen – ein fleischloses Vergnügen

  1. Wir wollten uns mal bedanken! Danke für die viele Mühe, die Du Dir immer mit den Berichten gibst! Es ist immer alles super nachvollziehbar und verständlich. Echt toll!
    Und der Kuchen sind wirklich wild und lecker aus! 👍👍👍
    LG
    AnDi

  2. Ich sach ma: ‚Moin, Moin … Statt Helau‘ 😉 … Hübscher Kuchen 👍 … Was mich aber NOCH mehr beeindruckt, ist Deine ‚Kastenformauslegetechnik‘ … Das muss Gedankenübertragung gewesen sein. Als ich gestern einen Kuchen gebacken, und das überstehende, zerknüddelte Papier mit der Schere überm Kastenformrand abgeschnitten habe, habe ich mich gefragt, warum noch niemand drauf gekommen ist, passendes Backpapier zu verkaufen. DU hast nun den 1. Schritt gemacht und ich bin BEGEISTERT!!!!! 😃👍

    • Na dann Moin Moin!
      Hihi, ich bin die Tage zufällig über die Beschreibung in einem Blog gestolpert. Vermutlich gibt es das deshalb nicht als fertiges Produkt, weil es verschieden lange Kastenformen gibt. Übrigens kann ich die ein zweites Mal verwenden, weil der Hefeteig doch recht trocken ist. Ressourcen schonen und so… 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s