Makkaroniauflauf mit Tomatensoße

Makkaroniauflauf mit Tomatensoße EyecatcherKindheitserinnerungen werden wach, wenn ich an Makkaroniauflauf mit Tomatensoße denke. Bei uns klassisch mit Schinken und einer Käse-Sahne-Soße und Tomatensuppe aus der Tüte. Unveganer geht es kaum. Und dieses Gericht kann vegan schmecken? Jaaaa, es kann! Sogar so gut, dass ich – wie damals als Teenagerin – deutlich über den Hunger gegessen habe. Sogar so gut, dass Herr Sohn die Soße probierte und meinte „Oh, Fertigsoße?“ Wenn das in dem Fall kein Kompliment ist… „Schmeckt sie dir?„, erwiderte ich und als er bejahte lüftete ich das Geheimnis, dass es sich um eine Selbstgemacht-Imitation mit Fertigtouch handelte.

Ein Clou ist sicher das enthaltene Schwefelsalz Kala Namak, welches den Geruch nach Ei imitiert. Aber vorsicht, nicht zu viel verwenden, es ist sehr intensiv. Wenn ihr das erste mal damit würzt, tastet euch besser vorsichtig heran. Die Creme sollte gut gesalzen sein, denn auch wenn die Nudeln in Salzwasser vorgegart werden, sie schlucken einiges an Salzgeschmack. Die Bröseligkeit, wie man sie von eihaltigen Aufläufen kennt, kommt bei diesem Auflauf durch die Kombination von Stärke mit Mandelmus, die Farbe durch Kurkuma. Die Hefeflocken waren eine Idee von mir, um das Umami von Schinken und Käse herauszukitzeln.

Mein Rezept reicht für 2 Personen. Es kann auch gut vorbereitet und aufgewärmt werden. Ich brauche dazu nichts, aber wenn euch die frische Komponente fehlt, macht euch einen einfachen grünen Salat dazu.Makkaroniauflauf Zutaten

  • 250g Makkaroni
  • 200g Seidentofu
  • 100ml Getreidemilch
  • 20g Mandelmus
  • 1 EL Reissirup (oder anderen Zuckersirup, alternativ 1 TL Zucker)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Knoblauchöl (oder 1 EL Öl und 1/2 Knoblauchzehe)
  • 2 gestr. TL Speisestärke
  • 2 EL bioreal-Hefeflocken
  • 2 TL Meersalz
  • 1 Prise Kurkuma
  • 1 kleine Prise Kala Namak

TomatensoßeMakkaroniauflauf Tomatensoße Zutaten

  • 1 rote Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Reissirup
  • 3 EL Tomatenmark
  • 400g Dosentomaten, stückig
    (alternativ 500g passierte Tomaten)
  • 1 TL Gemüsebrühe (z.B. Rapunzel)
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Salz

Makkaroni in Salzwasser 6 Minuten bißfest kochen und in eine ofenfeste Form mit Deckel geben. Diese sollte mindestens 1l Fassungsvermögen haben. Währenddessen die übrigen Zutaten in einem Blender mixen, mit den Makkaroni vermischen und mit geschlossenem Deckel 30 Minuten bei 200°C Umluft im Ofen backen. Danach den Deckel abnehmen und noch 10 Minuten bräunen. Einige der Makkaronienden dürfen ruhig knusprig aussehen, dann ist es am besten!

Knusprig und lecker: veganer Makkaroniauflauf

Knusprig und lecker: veganer Makkaroniauflauf

Für die Tomatensoße die Zwiebel schälen und kleinwürfeln und in einem kleinen Topf mit Deckel im Olivenöl bei kleinster Hitze ca. 10-15 Minuten glasig dünsten. Den Reissirup zugeben und die Zwiebeln (ohne Deckel auf dem Topf!) leicht karamellisieren lassen. Das dauert etwa 10 Minuten. Anschließend das Tomatenmark zugeben und 4-5 Minuten mit anbraten. Tomaten (passiert oder stückig) zugeben, kurz aufkochen und mit Pfeffer, Salz und Brühe würzen.

Normalerweise nutze ich nie Brühe als Würzmittel. In dem Fall muss es aber sein. Denn dieses (damals noch unvegane) Rezept war eines meiner Lieblingsessen als Kind. In den 70ern waren Convinienceprodukte en vogue. So war es auch mit Tomatensoße aus dem Päckchen, die meine Mutter immer dazu machte. Erst viel später lernte ich, dass man das auch selber machen kann. Ich rate übrigens nicht dazu, anschließend alles zu pürieren, um eine glatte Soße hinzubekommen. Weil durch das Zerhacken viele Geschmacksstoffe aus den Zwiebelzellen austreten, den Geschmack verändern und das ganze auch bitter werden kann. Wer gar keine Stückchen möchte, sllte die Soße besser durch ein Sieb passieren.

Zum Reinsetzen lecker!

Zum Reinsetzen lecker!

Na, Lust aufs Nachkochen bekommen?

 

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12 Gedanken zu „Makkaroniauflauf mit Tomatensoße

  1. Also, wenn wir es schaffen uns zu treffen, hätten wir gerne das zu essen! Und eins von Deinen wunderbaren veganen Desserts! Vielleicht ein Eis? 😉

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