Herzhafte panierte Grießschnitten mit süßscharfem Linsenmus

GriessschnittenGrießschnitten gehören sicher zu den beliebtesten Fastenspeisen. Am Samstag ist diese Zeit offiziell zu Ende. Ok, für einen Veganer ist Fleischverzicht nun nichts besonders fastenwürdiges, aber trotzdem. Grund genug, dieses Gericht noch schnell einzuschieben in den Wochenplan. Auch weil sich ein Familienmitglied dies gewünscht hat. Natürlich mit Apfelmus. Ich habe es da schon gern etwas herzhafter und mir dazu das süßscharfe Linsenmus gemacht, welches ich euch einmal zu Kartoffelpuffern vorgestellt habe.

Rezepte gibt es viele. Auch vegane Alternativen finden sich zu Hauf. Mit oder ohne Mandeln oder Nüsse, als Polentaschnitte aus Maisgrieß oder aus Hartweizen, eifrei oder nicht, mit Zucker oder ohne, mit Milch oder Gemüsebrühe, mit Gewürzen wie Paprika, Zimt oder Kardamom… Eigentlich ist es unendlich variantenreich. Daher gebe ich euch hier nur mein Grundrezept für panierte Grießschnitten. Wie ihr sie würzen wollt bleibt eurer Kreativität überlassen.

Die Portion reicht für 2 Personen, denn das Linsenmus ist ziemlich sättigend. Wenn ihr was davon übrig behaltet, könnt ihr es gut durchgekühlt auch als Brotaufstrich verwenden. Mit der Konsistenz muss man etwas spielen. Ich mag es zu den Schnitten lieber etwas flüssiger. Daher bereite ich es direkt zu und esse es noch warm. Wenn es auskühlt wird es streichfähiger.

Grießschnitten-Grundteig

Grieß, FLüssigkeit, etwas Fett und Salz bzw. für süße varianten Zucker. Die Zutaten für den Teig sind überschaubar.

Grieß, FLüssigkeit, etwas Fett und Salz bzw. für süße varianten Zucker. Die Zutaten für den Teig sind überschaubar.

  • 300ml Getriedemilch (hier: Dinkel-Mandel)
  • 175g Hartweizengrieß
  • 1 TL Mandelmus
  • 1/2 TL Salz
  • ein Tröpfchen Öl für die Form (Grundfläche ca. 200-220cm²)

Für die Panade benötigt ihr

  • 1 EL Mehl (Sorte oder Mahlgrad wie ihr wollt)
  • 2 EL Sojamehl
  • 8-10 EL Wasser
  • eine Prise Kala Namak
  • Paniermehl
  • Öl zum Ausbacken

Variationen

Salzig: + 1/2 TL (Gewürz-)Salz oder Brühepulver
Süß: + 1 TL Zucker, Kokosfett sattt Mandelmus möglich
Gewürze je nach Bedarf. Für das Linsenmus empfehle ich 1 Msp Garam Marsala oder Kardamompulver.

Da ich die Schnitten herzhaft, mein Sohn aber lieber süß mag, habe ich keine Gewürze verwendet. Ist zwar nicht ganz so fein, geht zur Not aber auch.

Vorbereitung

Schaut dass ihr zuerst eine geeignete rechteckige Form findet. Für die Menge eignen sich z.B. hervoragend alte Eisschachteln. Die sind lebensmittelecht und schön glatt, so dass der Teig später gut gestürzt werden kann. Ich habe die Grundfläche angegeben (Für Mathematikunbegabte: Rechteckige Formen mit ca. 10x20cm Seitenlänge). So bekommt ihr in etwa Schnitten mit 2cm Höhe hin. Es spricht aber nichts dagegen die Schnitten flacher oder höher zu machen. Meine Form war 10x17cm. Der Boden der Form wird vor der Zubereitung des Teigs mit einem Tropfen geschmacksneutralem Öl eingepinselt. Wer es für mehrere Personen macht kann auch ein kleines Blech nehmen und die Menge entsprechnd anpassen.

Zubereitung

Milch aufkochen und vom Herd nehmen. Salz und Mandelmus einrühren. Die Masse wird mit dieser Grießmenge sehr schnell fest. Daher unbedingt darauf achten, den Grieß unter Rühren hineinzugeben und dann sofort in die geölte Form einzufüllen. Bei Bedarf glattstreichen, Folie direkt auf die Oberfläche legen, damit es nicht austrocknet und für ca. eine Stunde kühl stellen. Anschließend aus der Form auf ein Brett stürzen und in Stücke schneiden, Dreiecke, Vierecke, klein, groß, Ausstecherformen… Wie ihr wollt.

Eifrei paniern geht wunderbar wenn statt Ei eine Mischung 1:5 Sojamehl/Wasser verwendet wird.

Eifrei paniern geht wunderbar, wenn statt Ei eine Mischung 1:5 Sojamehl/Wasser verwendet wird.

In 3 Teller einmal Mehl, einmal als Eiersatz Sojamehl mit Wasser und Kala Namak-Salz mischen (es sollte recht wässig sein, sonst pappt euch zu viel davon dran und wird unschön anzusehn) und in den dritten Teller das Paniermehl geben. Nacheinander die Schnitten zuerst in Mehl, dann im Eiersatz und abschließend in Paniermehl wenden. In einer Pfanne mit heißem Öl von beiden Seiten (je ca. 3-4 Minuten) knusprig ausbacken.

Wie groß man die Schnitten macht bleibt jedem selbst überlassen. Je kleiner desto mehr Panade braucht ihr.

Wie groß man die Schnitten macht bleibt jedem selbst überlassen. Je kleiner desto mehr Panade braucht ihr.

Wie das Linsenmus gemacht wird findet ihr hier. Wer dazu lieber Apfelkompott möchte kann sich hier schlaulesen.

Panierte Grießschnitten mit süßscharfem Linsenmus. Ich mag die Kombi. Dazu passt ein knackiger Romanasalat mit süßem-Senf-Dressing.

Panierte Grießschnitten mit süßscharfem Linsenmus. Ich mag die Kombi. Dazu passt ein knackiger Romanasalat mit süßem-Senf-Dressing.

Wer es süß z.B. als schönes Dessert möchte, kann im Teig statt Mandelmus auch Kokosfett nehmen, mit Vanille würzen, das Paniermehl mit Kokosflocken mischen und/oder die Schnitten in Kokosöl ausbraten. Dazu passt ein Mango-Apfelkompott. Leider habe ich damals kein Foto gemacht. Aber es funzt und ist auch lecker!

 

 

 

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Ein Gedanke zu „Herzhafte panierte Grießschnitten mit süßscharfem Linsenmus

  1. Am Thema ‚Panieren‘ bin ich auch grad dran … Aber darauf, meine Polentasterne zu panieren, bin ich noch nicht gekommen und werde das mal testen … Aber als ‚FASTEN’speise dürfen das sicher nur Omnis bezeichnen *lachundschmeißwech*

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