Von Trägheit und Apfelkuchen, der einem in den Mund fliegt

Stellt euch vor ihr seid nachmittags mit einer Freundin verabredet. Kaffee, bissl klönen, die Kiddies sind eh befreundet. Ihr liegt bräsig auf dem Sofa rum und überlegt hin und her, ob ihr 8 Minuten mit dem Fahrrad fahren sollt um bei Wind, Nieselregen und Kälte zu dem Bäcker zu fahren, der ein schmackhaftes veganes Angebot bereithält (Stefansbäck). Oder ob ihr lieber auf dem Sofa sitzen bleibt, euer spannendes Buch (wen es interessiert: Corpus Delicti von Juli Zeh. Sehr skurril.) weiterlest und euch damit tröstet dass ihr a) mit eurer Lektüre vorankommt und b) der Versuchung widersagt habt, um Karmapunkte für die Figur zu sammeln. Wobei die sportliche Einlage durchaus auch positiv gewertet werden könnte.

Die Zeit schreitet voran, so langsam müsstet ihr schon mal in die Hufe kommen, wenn ihr trotz Bäckerkonsultation noch pünktlich kommen wollt. Ihr blättert die nächste Seite um mit dem Entschluss, am Ende der Seite eine Entscheidung für oder gegen Bewegung und Kirschtasche getroffen zu haben, da ertönt das SMS-Signal eures Smartphones. Oh nein, nicht absagen, denkt ihr noch, während ihr den Absender der Freundin erkennt. Und dann geschieht das unfassbare:

Mein erster selbstgebackener veganer Apfelkuchen wartet auf euch!

Mein erster selbstgebackener veganer Apfelkuchen wartet auf euch!

Solche Nachrichten machen doch einfach nur gute Laune. 😀

Ich kuschelte mich bequem ins Sofa zurück, las noch ein paar Seiten, schnappte mir dann den Junior und stiefelte mit Dinkelmilch und Sojasprühsane bewaffnet los ins Apfelkuchenschlaraffia-Land (so nebenbei habe ich so noch meine neuen Wanderschuhe eingelaufen… ok, es waren nur 500m, aber trotzdem!). Ja, manchmal bringe ich meine Milch zu Kaffeeeinladungen mit. Ich mag die lieber. Kuhmilch schmeckt mir gar nicht mehr so gut. Komisch, oder? Und die Sprühsahne habe ich hier und die verkommt ja auch nur, wenn sie nutzlos im Kühlschrank rumgammelt. Und ein Apfelkuchen mit Sahne ist doch gleich doppelt, ach was dreifach so lecker!

Der Kuchen war ein Gedicht! Total lockererer Boden und KEIN Zahnklebgefühl! Die Freundin hat das Rezept ein klein wenig verändert

  • 250g Mehl
  • 100g Rohrohrzucker
  • 125g Margarine
  • 180g Apfelmus
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 Schuß Sprudel (Mineralwasser)
  • 5 Äpfel
  • Mandeln
  • Zimt

Das Originalrezept und die Anleitung findet ihr hier. Und ich frage mich: Warum hat dieses Rezept nur 4 Sterne?!?

Total lecker und erstmals probiert: Apfelmus als Eiersatz

Total lecker und erstmals probiert: Apfelmus als Eiersatz

Danke Heidi, für diesen wunderschönen Nachmittag und die tolle Überraschung!

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2 Gedanken zu „Von Trägheit und Apfelkuchen, der einem in den Mund fliegt

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