Gärtnerfreuden 2016 – auf der Zielgeraden

Mal einen kurzen Gruß aus dem Garten. Zugegeben, derzeit mache ich mich hier rar, mein anderes Leben ist gerade ziemlich spannend. Aber Garten ist tägliches Geschäft und inzwischen ist auch der Kohlrabi (ihr erinnert euch?) zu einer stattlichen Größe gekommen. Was die Tomaten, Zucchini und Paprika machen, will ich euch auch noch verraten.

Gärtnerfreuden Zielgerade Tomaten BackofenWomit fange ich an? Seit heute nachittag trocknen in meinem Backofen bei 50°C Tomatenscheiben. Wie lange das noch dauert, mag ich noch nicht vorhersagen. Aber gesichert wird an diesem Wochenende ein beständiger Tomatenduft durch die Küche wehen. Getrocknet werden sie, weil ich gar nicht so viele Tomaten auf einmal essen kann wie reif werden. Getrocknet halten sie länger und sind auch in Olivenöl aufgegossen ein nettes kleines Mitbringsel, bei dem man zusätzlich am Ende noch herzhaft aromatisiertes Tomaten-Öl bekommt, das sich wunderbar in einer Tomatensoße oder -suppe macht.

Tomaten mit Grünkragen werden um den Ansatz herum nicht rot.

Tomaten mit Grünkragen werden um den Ansatz herum nicht rot.

Leider haben unsere Tomaten die Grünkragen-Krankheit bekommen. Das ist kein Parasit und auch sonst nix schlimmes. Woher es kommt ist nicht genau geklärt. Man vermutet ein Zusammenspiel aus zuviel Stickstoff, zu starkes Gießen und zu starke Sonneneinstrahlung. Alles drei war an diesem Standort gegeben.

Die jetzigen Früchte haben keinen Grünkragen mehr.

Die jetzigen Früchte haben keinen Grünkragen mehr.

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Als wir es bemerkten, haben sofort mit Tomatendünnger entgegengewirkt und die jetzt langsam reif werdenden Früchte sehen normal aus. Problematisch ist die Grünkragenkrankheit nicht. Nur ist das grüne Fruchtfleisch nicht sonderlich aromatisch. Einfach großzügig wegschneiden hilft.

Zwei kleine Baby-Zucchini haben sich in dem Bild versteckt. Wer findet sie?

Zwei kleine Baby-Zucchini haben sich in dem Bild versteckt. Wer findet sie?

Als Zucchinigärtner waren wir noch nie wirklich erfolgreich. Dieses Jahr haben wir doch tatsächlich mal ein paar Früchte ernten können. Der Zufall half mir dabei. Bisher sind die Früchte immer vom Blütenansatz her weich geworden. Keiner wußte Rat. Man vermutete zu wenig Nährstoffe, aber auch mit reichlich Gartenerde und Kompost ereilte unsere Zucchini in den Jahren zuvor das selbe Schicksal wie schon ihre Vorgängerinnen. Inzwischen knipse ich die sich gerade schließende Blüte ab und kann so meist das Matschigwerden verhindern. Klappt nicht immer, aber wir sind ja schon mit kleinen Erfolgen zufrieden. Dafür haben wir trotz viel Regen keinen Mehltau an den Pflanzen.

Unsere Rauke schießt und wächst uns fast über den Kopf. 6 Pflanzen waren doch zu viel für unseren Haushalt. Das nächste mal sind wir schlauer und nehmen nur 2 ins Beet.

Unserer Paprikapflanze ist nach der ersten Ernte nochmal fleißig gewesen und trägt nun noch einmal ein paar Früchte. Noch sind sie grün, aber wir sind zuversichtlich, dass sie genauso rot und reif werden wie die bereits verspeisten Schwestern.

Inzwischen ist vollkommen klar: Wir haben eine Sommer-Himbeere. Das komplette Herunterschneiden hat ihr nicht gut getan. Viele Blätter aber die Früchte konnten wir an einer Hand abzählen: Ganze drei Beeren waren vorhanden. Sie wanderten direkt vom Strauch in Juniors Mund. Nächstes Jahr sind wir schlauer. 😉

Unser Waldmeisterchen ist wunderbar angewachsen. Jetzt müssen wir ihm nur noch die Daumen drücken, dass er den Winter übersteht, dass ich nächstes Jahr einmal Waldmeisterlimonade machen und euch davon berichten kann.Gärtnerfreuden Zielgerade WaldmeisterUnd nun zum König unsers Gemüsegartens in diesem Jahr: Der Kohlrabi Superschmelz. Die Knollen sind bis auf zwei alle gut gewachsen, allerdings unterschiedlich groß geworden. Ein paar der Pflanzen haben gar keine Knollen ausgebildet. Vermutlich wurden es ihnen anfangs zu kalt. Einige haben aber ordentlich zugelegt und ich denke, dass wir nächste Woche noch vor dem Sommerurlaub den ersten Kohlrabi ernten werden.

Dass sie zu hoch gepflanzt wurden, hat ihnen übrigens nichts ausgemacht. Einige sind am Boden weitergewachsen, das Unterteil hat sich niedergelegt und Wurzeln ausgebildet. Eine Knolle steht nach wie vor wunderbar aufrecht wie ein Baum. Vermutlich will sie nur über den Rand des Frühbeetkastens blicken und reckt deshalb den Hals so hoch. 😀

Der Kohlrabi ist ordentlich gewachsen. Links am 2.5., rechts heute.

Der Kohlrabi ist ordentlich gewachsen. Rechts vor 9 Wochen., links heute.

Kann sich noch jemand ans Colakraut erinnern? Ich hatte damals darüber geschrieben, man nennt es auch Eberraute. Das riecht wirklich nach Cola und ist inzwischen ein großer Busch geworden.

Colakraut

Colakraut im kleinen Topf hat dem Winter schon das zweite Jahr getrotzt

Bechermalven, Ringelblumen, Kornblumen, Schmuckkörbchen und einiges mehr finden sich in unserem extra als Bienenweide angelegten Wiesenblumen-Beet. Giersch, Schöllkraut und Springkraut haben allerdings ein sehr einnehmendes Wesen und werden gelegentlich etwas eingedämmt. Sonst darf hier alles wachsen was will. Sogar eine Mohnblume ist schon gesichtet worden!Gärtnerfreuden Zielgerade Bienenweide

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Über brittlebrick

Ich heiße Britta, bin 2014 zur veganen Ernährung gekommen und bezeichne mich selbst als Teilzeitveganerin. Ich interessiere mich generell für Ernährung, bin verheiratet und habe einen Sohn, der mein schäfster Kritiker ist und die Rezepte auf Familientauglichkeit testet. ;)

2 Gedanken zu „Gärtnerfreuden 2016 – auf der Zielgeraden

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