Sushi-Wraps fürs Büro

Sushi-Wrap EyecatcherManchmal kauft mein Mann einfach eine Zeitschrift, die ihn anspricht. Oder eine von der er denkt, sie könnte mir gefallen. Er hat meist ein gutes Händchen dafür und so war es auch dieses mal, als er mir zum ersten mal die Vegan für mich mitgebracht hat. Darin enthalten ist ein Extra-Heft mit vielen Rezepten aus verschiedenen Vegan-Kochbüchern. Die Sushi-Wraps aus Vegan im Job haben es mir sofort angetan und ich musste es einfach mal ausprobieren.

Inspirierend war sie jedenfalls, diese Zeitschrift. Und die Beiträge darin auch ganz lesenswert.

Inspirierend war die „Vegan für mich“ jedenfalls.

Mit dem Untertitel „schnelle und gesunde Rezepte“ habe ich bei diesem Gericht aber so meine Probleme. Ich bin sicher nicht die ungeübteste Köchin und ich habe Erfahrung mit der Zubereitung von Sushi. Da ich die Wraps selbst zubereiten wollte, habe ich verständlicherweise ein wenig mehr Zeit gebraucht, aber ich schätze, dass selbst mit gekauften Wraps (warum eigentlich Convinience?) die zwei Wraps nicht scheller als in 45 Minuten zubereitet sind. Dafür ist die Portion so riesig, dass noch mehr als ein halber Wrap übrig blieb. Hat der Autor etwa einkalkuliert, dass die Kolleginnen naschen kommen? 😉 Dabei habe ich gar nicht wie angegeben 250g sondern nur 220g Sushireis zubereitet, weil nicht mehr in meiner Packung war.

Während der TEig zubereitet und ausgebacken wird, köchelt der Reis und darf im Hangiri abkühlen.

Während der Teig zubereitet und ausgebacken wird, köchelt der Reis und darf im Hangiri abkühlen.

Auch noch einen Knetteig machen war mir heute aber zu viel Arbeit. Ich habe deshalb auf Pfannkuchenteig zurückgeriffen, den ich mit etwas Kastanienmehl aromatisiert habe. Ein wirkliches Rezept habe ich dafür nie. Ich mache Pfannkuchenteig immer so pi mal Daumen. Aber für euch (und falls ich es selbst einmal nachlesen muss) habe ich zumindest die Mehlmengen mal notiert:

  • 2 EL Weizenmehl (Type 405)
  • 1 EL Stärkemehl
  • 1 EL Sojamehl
  • 1 EL Kastanienmehl
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 1 TL Salz

Alle trockenen Zutaten werden miteinander vermischt und mit Sojamilch und 1 TL Öl zu einem Teig gerührt. Da Noriblätter viereckig sind habe ich mich entschlossen, die Pfannkuchen in einer viereckigen Pfanne auszubacken. Es gehen aber genauso runde Wraps oder Pfannkuchen, dann muss man die Noriblätter eben etwas zurechtschneiden.

In meiner viereckigen Pfanne lassen sich noriblattgroße Pfannkuchen gut ausbacken.

In meiner viereckigen Pfanne lassen sich noriblattgroße Pfannkuchen gut ausbacken.

Die fünf verschiedenen Komponenten diesers Gerichts machen es es so aufwändig: Wrapteig machen und Fladen ausbacken, gekochten Sushireis mit Essig-Salz-Zucker-Mischung versetzten und abkühlen lassen, dabei immer wieder durchrühren, eine Avocado mit etwas Zitronensaft und Salz pürieren, Wasabipaste mit Getreidemilch verrühren und die Gurke zuschneiden. Und wenn dann alles fertig ist geht es an die besondere Schichtung.

Die Schichtung ist nicht schwierig. Das Rollen geht ebenfalls gut.

Die Schichtung ist nicht schwierig; Milch-Wasabi-Mischung auf dem Wrap verteilen, Noriblatt draufkleben, Reis darauf verteilen und mit Avocadocreme bestreichen. Dann mit schwarzem Sesam bestreuen und die Gurkensticks darauflegen. Das Rollen geht ebenfalls gut.

Zum Schluss wird alles schön fest eingerollt. Und dann kann man endlich genießen?

Erster Versuch mit einer halbierten Rolle.

Erster Versuch mit einer halbierten Rolle.

Ich habe den ersten Wrap in zwei Hälften geteilt und sah beim essen sicher nicht sonderlich elegant aus. Nein, unter einem Bürosnack stelle ich ich etwas vor, was ich gut in Gesellschaft essen kann ohne Angst haben zu müssen, dass mir plötzlich ein Gurkenstick in den Blusenausschnitt rutscht. 😀 Also habe ich den zweiten Wrap in etwa 1cm dicke Scheiben geschnitten. So lässt es sich meiner Ansicht nach wesentlich besser essen.

In mundgerechte Scheiben geschnitten ist es schon eleganter genießbar.

In mundgerechte Scheiben geschnitten ist es wesentlich kleckerfreier genießbar. Mit einem durchgestochenen Spießchen wird es zum leceren Fingerfood auf einem Buffett.

Geschmacklich? Ja, ein Sushi eben. Aber mit Pfannkuchengeschmack dabei. So eine Offenbarung finde ich es nun nicht. Aber man kann es wegen des feuchten Pfannkuchenteigs gut aufbewahren, so dass das Noriblatt nicht austrocknet. Und das ist ja das wichtige an einem Büro-Snack, der einige Stunden in der Box liegen muss. Und bei den Kollegen kann man mit so einer wuchtigen Rolle bestimmt auch gut punkten. Denn lecker sieht es schon aus. Ich vermute, gerade die neugierigen KollegInnen kommen mal und fragen, ob sie nicht ein Stückchen probieren könnten. Also vielleicht doch besser nicht aufschneiden? 😉

Die Zeitschrift macht mir jedenfalls Lust auf mehr. Vielleicht zeige ich euch demnächst noch die gegrillte Süßkartoffel mit Kaffee und Limettensalsa von Josita Hartanto, der Sterneköchin mit veganem Restaurant in Berlin (Lucky Leek, wer es genau wissen will). Klingt doch abenteuerlich, oder?

 

Advertisements

Ein Gedanke zu „Sushi-Wraps fürs Büro

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s