Pilzsaison!

Herbstzeit ist Pilzzeit. Gerade wenn es draußen kalt und ungemütlich wird und das Abendessen schon im Dunkeln erfolgt, verbinde ich mit gemütlichem Essen den Geschmack von Pilzen. Nie sonst habe ich so Appetit auf diese eukaryotischen Lebewesen. Lebewesen? Ja, denn Pilze sind weder Pflanze noch Tier. Tatsächlich sind sie sogar enger mit Tieren als mit Pflanzen verwandt. Ups, und dann auf einem Veganblog? Wenn das mal nicht schief geht. 😀 Aber sei es wie es ist, gestern beim Besprechen des Wochenendspeiseplans hatten der Lieblingsmann und ich spontan beide Lust auf Pfifferlinge.

Und da der Junior des Hauses sich fürs Wochenende Pfannkuchen gewünscht hat, gab es kurzerhand Pfannkuchen mit Pfifferlingen. Die pilzabstinente Jugendversion dagegen wurde mit Apfelmus und Zimtzucker angenehm gestaltet. Inzwischen bin ich eine gute vegane Pfannkuchenbäckerin geworden und bekomme den Teig ganz ohne Rezept so hin, dass er stabile Pfannkuchen ergibt. Wer hier schon länger mitliest weiß, das war nicht immer so.

Und weil einfach nur Weißmehl langweilig ist, wurden heute die Pfannkuchen zu einem Viertel aus Kastanienmehl (gibts z.B. von Bauckhof in Bio-Qualiät) gemacht. Das ist leicht süßlich-nussig und ergänzt die Pilze hervorragend.

Genaues Rezept? Nö. Das ist so einfach, das bekommt jeder auch ohne Mengenangaben hin. Einfach ein paar Zwiebelwürfelchen in etwas Olivenöl glasig dünsten und die Pfifferlinge (für 2 Personen waren es hier 300g) anschließend in der Pfanne portionsweise so lange anbraten bis sie die gewünschte Konsistenz haben. Portionsweise deshalb, weil die Pilze in der Pfanne viel Platz um sich benötigen, damit sie braten und nicht im eigenen Saft kochen. Denn wenn zu viele Pilze drin sind, kann das austretende Wasser nicht schnell genug verdampfen.

Kurz vor Ende der Garzeit etwas kleingeschnittene Petersilie darüber und ab mit der Portion in eine Extraschüssel. Die letzte Portion wird mit etwas Riesling, Speisestärke und Sojasahne oder Sojamilch angedickt und mit den restlichen gebratenen Pilzen vermischt.pilzsaisonMeinen ersten Kontakt mit Pfifferlingen hatte ich erst mit etwa 13 Jahren. Im Urlaub in Österreich schleppte uns eine naturverliebte Wanderin namens Maria in den Wald zum „Schwammerln suchen“. Nie zuvor hatte ich Pilze gesucht, ja ich wußte nicht mal, dass die nicht im Supermarkt wachsen. Die gelben auffälligen Pilze waren selbst für mich Unkundige leicht zu finden und zu identifizieren und das Suchen machte sogar richtig Spaß. Schon damals war ich von ihrem Aussehen fasziniert. Und als Maria anschließend noch ein Pizgericht servierte, hatte es mir auch ihr Geschmack angetan. Noch heute erinnere ich mich jedes mal an diese inzwischen etliche Jahrzehnte zurückliegende Urlaubserinnerung, wenn ich Pfifferlinge esse.

Aber genug in Erinnerungen geschwelgt. Zurück zu unseren Pfannkuchen. Lecker war’s! Dazu gab es hier noch einen schönen Riesling. Die Pilzsaison ist eröffnet!

Prost!

Prost!

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2 Gedanken zu „Pilzsaison!

  1. Pilze sind einfach so genial! Nicht nur, was sie als Organismus leisten, egal ob für sich alleine betrachtet, oder in der Symbiose mit anderen Lebenwesen wie Bäumen, sondern auch schlicht und einfach auf dem Teller! So fein, so vielseitig, so mmmmmmmhhhhhh…. 🙂 🙂
    LG
    AnDi

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