Zwiebelkuchen (vegan)

zwiebelkuchen-vegan-eyecatcher In allen Bäckereien bekommt man derzeit Zwiebelkuchen. Leider nicht in vegan. Warum eigentlich nicht? Es ist soooo einfach. Und ausserdem soooo lecker! Oft wird er mit Hefeteig zubereitet. Dieser dicke zähe Boden gefällt uns aber überhaupt nicht. Hier gibt es ihn schon immer mit einem Mürbteigboden. Das omnivore Gegenstück mit Speck, Schmand und Eiern (in einen Zwiebelkuchen gehört kein Käse!) zu veganisieren war schon eine kleine Herausforderung. Es ist mir so gut gelungen, dass sogar der ansonsten sowohl Speck wie auch Räuchertofu verachtende Junior glatt begeistert war.

Zwiebelkuchen schmeckt uns am besten pur, ohne Schnickschnack, nur mit einem Glas (oder zwei, oder drei…. ) neuem Wein oder Federweißer. Übrigens schmeckt er aufgewärmt nochmal besser. Es ist also ein wunderbar vorzubereitendes Essen, das zum warm machen einfach nur noch mal kurz in den Ofen kommt.

Mürbteig

  • 300g Dinkelvollkornmehl
  • 150g Alsan (oder andere vegane Margarine)
  • 1,5 TL Salz

Belag

  • 1,5kg Zwiebeln
  • 3 EL Öl
  • 1 Packung Seidentofu (400g)
  • 150g Räuchertofu
  • 1 TL Salz

Tofumasse

  • 2 EL Mandelmus
  • 3 gestr. TL Speisestärke
  • 1 EL Hefeflocken
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • 2 TL gemahlenen Kümmel (wer mag nimmt ganze Samen)
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 2 Prisen Kala Namak (Schwefelsalz)
  • 2 Msp. Kurkuma

Aus den Zutaten für den Mürbteig am Vortag einen Teig kneten. Den Klumpen in Frischhaltefolie eingepackt bis zur Verarbeitung im Kühlschrank aufbewahren. Zur Not kann man den Teig auch nur 2Stunden vorher kaltstellen.

Die Zwiebeln schälen und in halbe Ringe schneiden oder hobeln. In einem großen Topf das Öl erhitzen, die Zwiebeln darin bei niedriger Temperatur weichdünsten. Ab und zu durchrühren. Nach etwa 40-60 Minuten vom Herd nehmen. Befindet sich zu viel Wasser im Topf, das ganze einfach noch etwas verkochen lassen.

Die Zwiebeln werden im geschlossenen Topf weich gedünstet und noch warm mit der Tofumasse vermischt.

Die Zwiebeln werden im geschlossenen Topf weich gedünstet und noch warm mit der Tofumasse vermischt.

Den Räuchertofu in sehr kleine Würfel schneiden und in einenr Pfanne mit etwas Öl kräftig (!) anbraten. Sobald der Tofu leicht gebräunt ist, gebt ihr einen halben Teelöffel Salz darüber und rührt es durch.

Der Räuchertofu muss wirklich von allen Seiten kross angebraten werden, damit er das typische-Speck-Aroma und den Biß bekommt.

Der Räuchertofu muss wirklich von allen Seiten kross angebraten werden, damit er das typische-Speck-Aroma und den Biß bekommt.

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Mürbteig aus dem Kühlschrank nehmen und noch kalt zu einer Teigplatte ausrollen und ein Blech (ca. 40 x 30cm) mit hohem Rand damit auslegen. Die Zutaten für die Tofumasse in einem Mixer verquirlen und unter die gedünsteten Zwiebeln rühren. Räuchertofu unterheben und die Masse gleichmäßig auf der Teigpatte verteilen.

Die Zwiebel-Tofumasse wird auf dem ausgerollten Teig verteilt und im Backofen bis zur entsprechenden Bräunung gebacken.

Die Zwiebel-Tofumasse wird auf dem ausgerollten Teig verteilt und im Backofen bis zur entsprechenden Bräunung gebacken.

Den Kuchen ca. 40 Minuten backen bis die Oberfläche schön gebräunt ist. Vor dem Anschneiden etwas abkühlen lassen.

Einfach lecker!

Einfach lecker und einfach einfach!

Und dazu ein Glas neuer Wein.

Und dazu ein Glas neuer Wein.

Neuen Wein bekommt man noch bis Mitte November. Also nichts wie ran an den Speck… äh, Räuchertofu.

Zu viel sollte man davon nicht essen. Denn beides ist – wie las ich so nett auf einer Seite von pfalz.de – „sehr anregend“. Gemeint ist die Wirkung auf den Darm. Auch wenn der Kümmel dies etwas abmildert, die Hefe aus dem Wein und die Zwiebeln tun trotzdem ihren Job und pfeifen durch. Je länger man die Zwiebeln gart, desto bekömmlicher wird der Zwiebelkuchen diesbezüglich übrigens.

 

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