Gärtnerfreuden 2017: Aller Anfang ist… mühsam und kalt!

Der Lieblingsmann will dieses Jahr Kürbisse ernten. Also haben wir ein Sametütchen Hokkaido erstanden und die 6 Samen sind alle(!) aufgegangen. Wir sind ganz aus dem Häuschen wegen unseres Erfolgs! Zuerst schienen es ja nur zwei einsame Pflänzchen zu werden, die wir problemlos ins Hochbeet hätten setzen können. Wir waren schon fast ein wenig enttäuscht über die geringe Ausbeute. Aber sechs Pflanzen sind für unser Beet eindeutig zu viel, wie uns Freunde geraten haben, wenn wir noch Tomaten, Kohlrabi und Salat ernten wollen. Denn die Teile wachsen wohl wie Hölle! Also werden wir zwei Pflänzchen ins Hochbeet setzen und die restlichen….. ja wohin damit? Auf den Kompost!

Ideal machen sich Kürbisse wie auch Zucchinis nämlich auf dem Kompost. Aber… ein großes Aber und viel Arbeit steht uns bevor. Unserer jetziger Kompost steht ziemlich dunkel. Und so wurde aus einer unbedacht gekauften Samentüte der Bedarf nach einem helleren Kompost-Standort. Wir entschieden uns für einen weiteren Kompostbehälter, denn die Rotte wird ja auch besser, wenn er einmal umgeschichtet wird. Also stellen wir den neuen an den hellen Standort, schichten dahinein den alten Kompost und pflanzen darauf die Hokkaidosetzlinge. So der Plan. Und wie das mit Plänen so ist…

Unsere Kompostbaustelle.

Aufgebaut war das Holzgestell dann auch schnell. Womit wir aber nicht gerechnet haben war, dass er SO GROSS wäre. Der angedachte Platz reicht nicht ganz, wir hatten den Mauervorsprung nicht bedacht. Nun ist guter Rat teuer. Wir haben uns deshalb gestern entschieden, unseren alten Kompostverschlag aus Plastiklatten (der ist vom Vormieter schon da gewesen) zu verkleinern, so dass mehr Platz vorhanden ist. Aber dann kam schon die nächste Hürde. Der Boden ist nicht eben. Und so werden wir erst mal ein wenig die Erde beackern müssen.

Wer zum Teufel hatte nur die Idee für dieses Samentütchen?!?

Heute jedenfalls sind die 6 Pflänzchen aus ihrer Gemeinschaftsunterkunft in Einraumabteile umgezogen und harren dort nun so lange aus, bis der Lieblingsmann und ich die Sache mit dem Kompost erledigt haben. Da es im Moment auch noch nicht so warm ist, passt das auch ganz gut.

Heute war der Umzug der Kürbispflanzen aus dem Kindergartengefäß in Einzelbehälter.

Über die Kürbisanzucht und die hoffentlich ertragreiche Ernte werde ich euch jedenfalls weiterhin auf dem Laufenden halten. Und nun will ich mit euch noch den kurzen obligatorischen ersten Gartenrundgang des Jahres machen. Denn wir waren hier trotz winterlich anmutender Temperaturen mutig und haben schon einiges ausgesetzt. Nur die Harten kommen in den Garten! 😀

Der Waldmeister hat den Winter überstanden, was uns sehr freut. So klein war er letztes Jahr. Noch wollen wir ihn wachsen lassen und hoffen, dass er im nächsten Jahr so reichhaltig geworden ist, dass wir einen Waldmeistersirup machen können. Angeblich ist es wenn er blüht schon zu spät dafür.

Die Habaneropflanze gedeiht nicht so recht, was man der wärmeliebenden Pflanze nicht so recht verübeln kann. Wir sind ja schon froh, dass sie die letzten 2 Wochen überstanden hat! Und ein wenig Nährstoffmangel hat sie vermutlich auch, die Ärmste!

Dieses Jahr habe ich den Kohlrabi tief genug gepflanzt. 😀 Die Knollenansätze liegen jedenfalls schön kurz über der Erde. Dazwischen der Pflücksalat, der inzwischen schon recht den Kopf nach Licht strecken muss.

Auch die Tomaten wachsen nicht. Doch auch hier gilt: Nicht erfroren ist schon ein Gewinn!

Die Himbeerblüten stehen schon in den Startlöchern. Noch wäre ihre Blüte sinnlos, denn es gibt bei diesen Temperaturen keine bestäubenden Insekten.

Eine Rhabarberpflanze hat bei uns Einzug gehalten. Wir sind gespannt, wie sie sich machen wird.

Unsere Kräuterbeete sind noch ein kleines Desaster. Kaum etwas wächst, Thymian und Rosmarin haben den Winter nicht überstanden und wurden ersetzt, der Dill (ganz im Vordergrund) steckt noch in den Kinderschuhen. Einzig der Koriander (ganz hinten) kommt gut und der Estragon (hier nicht zu sehen) ist schon 40cm hoch und überragt alles.

Die Erdbeertreppe. Wir haben uns gegen senkrechte Beete entschieden, weil wir es so schöner finden. Noch ist es nicht ganz fertig, es fehlt noch ein Kasten und 4 Steine.

Die Brennesseljauche ist schon seit 2 Wochen angesetzt, will aber nicht so recht in die Puschen kommen zu gären. Es ist einfach zu kalt. Aber bevor die Stadt alle Brennesseln abmäht, wollte ich sichergeen, dass wir dieses Jahr mal diesen Wunderdünger versuchen. Noch stinkt es also nicht. 😉

Ich hatte Vergißmeinnicht im Kasten gepflanzt. Irgendwie haben die sich im ganzen Garten ausgesäht und so leuchten derzeit überall blaue Büschel diser kleinen Schönheiten in unserem Garten auf. ❤

 

Advertisements
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Einfach so von brittlebrick. Permanentlink.

Über brittlebrick

Ich heiße Britta, bin 2014 zur veganen Ernährung gekommen und bezeichne mich selbst als Teilzeitveganerin. Ich interessiere mich generell für Ernährung, bin verheiratet und habe einen Sohn, der mein schäfster Kritiker ist und die Rezepte auf Familientauglichkeit testet. ;)

2 Gedanken zu „Gärtnerfreuden 2017: Aller Anfang ist… mühsam und kalt!

  1. 6 Kürbispflanzen? Respekt! Die werden wirklich richtig groß und wir hoffen, dass sie Euch nichts überwuchern, was sie nicht überwuchern sollen! Toi, toi, toi für eine tolle Ernte!!!!
    LG
    AnDi

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s