Vegan unterwegs in Dresden: Falscher Hase

Dresden ist eine Reise wert. Nicht nur die Stadt selbst, mit dem wiedererrichteten Neumarkt samt Frauenkirche, ihren Musseen, den Elbufern, den vielen Grünanlagen, sondern auch das Umland sind wunderschön. Leider hatten wir nur einige wenige Tage dort. Aber Zeit genug, den Falschen Hasen zu testen.

Schon der Name dieses im Dresdener Hechtviertel gelegenen, ausschließlich veganen Restaurants ist nett gewählt: Der falsche Hase ist eigentlich als ein Hackbraten bekannt, in dessen Innerem sich ein hartgekochtes Ei versteckt. Warum, das wissen nur die Götter. Auch unbekannt ist, warum es eigentlich falscher Hase heißt. Aber das soll hier nun nicht weiter interessieren. Tatsache ist, dass der falsche Hase eben nicht das ist, was er verspricht. Und so empfanden wir das auch: Da versteckt sich in eher unscheinbarem Ambiente eine wahre Perle veganer Kochkunst!

Ich muss euch nichts erzählen, was ihr sowieso auf der Homepage nachlesen könnt. Möglichst regional, Bio, Fair Trade et cetera et cetera.

Der Vorspeisenteller für zwei Personen sieht auf dem Bild kleiner aus als er war. Lecker und reichlich! Als Vorspeise werden davon locker auch drei Personen satt!

Die Bedienung war aufmerksam und freundlich, aber etwas überrascht, dass ich nach dem phänomenal guten Vorspeisenteller meine Portion Tagespasta nicht mehr geschafft habe. „Hat’s dir etwa nicht geschmeckt?“ war ihre überraschte Frage, als sie den halbvollen Teller abräumen musste. Ob sie meiner Beteuerung glauben schenkte, dass ich nur einfach viel zu satt sei, kann ich nicht sagen. Ihr kritischer Blick ließ mich zweifeln.

Die Tagespasta war mit Brokkoli, Linsen und Walnüssen nicht nur lecker, sondern auch extrem sättigend.

Aber vielleicht besänftigte sie ja die Frage des Lieblingsmannes, wie sie den Seitan in seiner Soljanka so hinbekommen haben? (Man erinnere sich an unser legendäres Seitan-Experiment) „Jahrelange Erfahrung“, war ihre wenig ergiebige Antwort. Aber warum auch sollte sie das Geheimnis preisgeben? 😉

Die Soljanka begeisterte den Lieblingsmann!

Hätte der Lieblingsmann richtig gelesen, hätte er die Suppe nämlich nicht bestellt, da er nach einigen Versuchen schwor, nie wieder Seitan zu essen. Nun ist er eines besseren belehrt und wir um eine Erfahrung reicher: Seitan geht auch in superlecker-fluffig-zart.

Der Junior war mit Pfannkuchen und Apfelmus völlig zufrieden, war aber nicht für die oberleckeren kandierten Mandeln zu haben. Fand ich gut. So konnte ich sie ganz alleine wegschlemmen. Ihr merkt schon, ich kann gar nicht aufhören, Superlative zu verwenden!!!

Nachtisch – aber bitte ohne Sahne! Die Schokosoße hat der Junior ebenfalls abbestellt.

Der Gastraum ist ziemlich klein. Bei schlechtem Wetter würde ich Reservierung dringend empfehlen. Bei schönem Wetter kann man auch im Hinterhof draußen sitzen. Dort gibt es etwa 25 Plätze. Aber egal welches Wetter, ihr solltet da hin, wenn ihr in Dresden seid. DresdnerInnen kommen auch in den Genuß, das Catering nutzen zu können. Schade, dass Dresden so weit weg ist!

Hinterhofromantik bei Kerzenschein und BioZisch. Ein rundum gelungener Abend.

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