Spaghetti mit veganen „Speck“bällchen

Der Titel mag verwundern. Aber der in den Bällchen verwendete Black-Forest-Tofu (Taifun) erinnert geschmacklich wirklich sehr an Speck. Kein Wunder also, dass ich das abgewandelte Hildmann-Rezept umtaufen musste. Aber ich will nichts vorweg nehmen. Wie sagte mein Englischlehrer so gern: Let’s begin with the beginning. 😀

Ich saß Anfang der Woche gemütlich im Cafelinchen und wartete auf eine Freundin. Da es noch etwas zu früh war beschloss ich mir die Zeit mit Lektüre zu vertreiben. Mein Blick fiel auf ein dünnes Büchlein im DinA4-Format, von dessen Cover mich Attila Hildmann angrinste. Hoppla, ein mir unbekanntes veganes Hildmann-Kochbuch? Tatsächlich ist es von 2009, damals noch im Shaker Media Verlag erschienen. Da war Vegan noch kein Hype und derlei Kochbücher waren dünn und eher unansehnlich. So als ob sie sich im Bücherregal zu verstecken versuchen. Zum Glück ist das heute anders. Ich stöbere also darin und finde schon auf den ersten Seiten ein Gericht, das mich anspricht. Irgendwie hat er es raus, einem Appetit zu machen. 😉 Spaghetti mit „Meat“balls heißt es und erinnert mich an das, was der Junior so gerne mag, weil eigenltich nur Fleisch und Nudeln darin vorkommen und das seine Idealkombination ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Rezept identisch in Attilas neuestem Buch „Vegan Italien Style“ vorkommt. Nur heißt es dort Spaghetti mit „Fleisch“bällchen. Siehste, geht auch in deutsch. Also schnell ein Foto vom Rezept geschossen, damit ich es in den kommenden Tagen mal zu Hause nachkochen kann. Und weil einfach nachkochen viel zu langweilig ist, verschönere ich das Rezept gleich mit anderen Zutaten als angegeben, damit der Rest des Räuchertofus verbraucht wird, der am Wochenende im Zwiebelkuchen gelandet ist. Leider sind nur 100g da, also drittel ich das Rezept für die „Meat“balls, äh „Fleisch“bällchen. 😉 Aber ich kann euch versichern, dass auch ein Drittel davon absolut ausreichend satt macht!

Für eine Single-Portion benötigt ihr:

  • 130g Spaghetti
  • Salz fürs Nudelwasser
  • 100g Black-Forest-Räuchertofu
  • 2 getrocknete Tomaten (10g)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine rote Zwiebel in Würfel geschnitten
  • 5 Blätter Basilikum
  • 2cm Rosmarinzweig
  • 2 EL Paniermehl (20g)
  • 100g Kirschtomaten
  • 1/2 weiße Zwiebel
  • Olivenöl
  • Pfeffer aus der Mühle

Das Nudelwasser aufsetzen. Räuchertofu kleinschneiden oder -bröseln, mit roten Zwiebelwürfeln, getrockneten Tomaten und Knoblauch zusammen pürieren. Basilikum und Rosmarin sehr klein hacken, unter die Masse heben und mit Paniermehl zusammen verkneten. Aus dem Teig ca. 12 Bällchen  formen. Wundert euch nicht, dass ausser fürs Nudelwasser kein Salz im Rezept steht. Der Räuchertofu ist so gut gesalzen, dass ihr wirklich kein weiteres Salz benötigt.

Die weiße Zwiebel fein würfeln, die Kirschtomaten je nach Größe halbieren oder vierteln.

Die Spaghetti ins kochende Wasser geben und ab und zu umrühren. Das Öl in einer Pfanne sehr gut erhitzen. Dann die Bällchen ins heiße Öl legen und bei größter Flamme 2 Minuten anbraten lassen, wenden und nochmal 2 Minuten anbraten. Hitze halbieren und von den beiden anderen Seiten noch jeweils 4 Minuten sanft braten lassen. Achtet darauf, dass ihr die Pfanne nicht schwenkt, sondern nur die Bällchen wendet, denn sie kleben leicht an und ihr habt sonst nur krosse Tofumasse und keine Bällchen mehr.

Die Bällchen herausnehmen und beiseite stellen. Zwiebelwürfel mit den aufgeschnittenen Kirschtomaten kurz anbraten, evtl noch etwas Öl hinzugeben. Die fertig gegarten Spaghetti abtropfen lassen, zu den Zwiebel-Tomaten in die Pfanne geben und kurz durchschwenken. Auf einem Teller anrichten, die „Speck“bällchen draufsetzen und mit der Pfeffermühle drübergehen.

Dieses Gericht ist auch für Gäste schnell und einfach zubereitet. Die Speckbällchen können vorher gebraten und auf einem Teller oder Blech im Backofen bis zum Servieren warm gehalten werden.

Ihr könnt dafür natürlich auch anderen Tofu werdenden, geräuchert oder mit Kräutern. Probiert es aus und berichtet, wie euch andere Tofuarten damit schmecken.

 

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