Pici – handgerollte toskanische Nudeln

Die toskanische Küche ist bekanntermaßen eine, die ohne viele Hilfsmittel auskommt. So auch diese handgerollten, spaghettiartigen Nudeln, wie sie in der südlichen Toskana um die Gegend von Montepulcano bekannt sind. Sie werden klassischerweise meist ohne Ei hergestellt und bestehen lediglich aus Mehl und/oder Hartweizengrieß, Salz und Wasser. In manchen Rezepten findet sich auch etwas Olivenöl. Eine Nudelmaschine braucht es für den relativ weichen Nudelteig nicht. Dafür aber etwas Geduld.

Wer die liebevolle Nonna machen möchte, setzt sich alleine hin und rollt 2 Stunden geduldig Pici um Pici für die gesamte Familie. Alle weniger Geduldigen können auch ein Familienevent daraus machen, denn es kommt nicht auf Ebenmäßigkeit an, sondern auf die Geselligkeit. Hier jedenfalls war es ein riesen Spaß, als wir drei uns zusammen zum Nudelrollen an den Küchentisch gesetzt haben und uns zu unterschiedlichen Rolltechniken austauschten. Und so war das Nudelrollen auch ganz schnell gemacht.

Wer Spaß am Kneten mit Kindern hat, für den sind auch Pici-Schnecken kein Problem. 😀

Probiert es einmal aus. Je nachdem ob man die Nudeln als Vorspeise oder wie in iItalien üblich als Primi piatti seviert oder eher als Hauptgang, reicht die angegebene Menge für 4-6 Vorspeisen- oder für 3-4 Hauptspeisenteller

  • 315g Mehl
  • 30g Stärkemehl
  • 1 Prise Salz
  • 180ml Wasser

Mehl, Stärkemehl und Salz in einer Schüssel vermengen, in die Mitte eine Mulde drücken und darein das Wasser gießen. Mit einem Holzlöffel langsam kreisend rühren. Wenn der Teig zu fest wird den Rest Mehl mit der Hand einarbeiten und etwa 5 Minuten kräftig zu einem geschmeidigen Teig kneten.

Teig auf eine Breite von ca 12-15cm einen halben Zentimeter dick ausrollen und dann in 1cm breite Streifen schneiden. Jeden Streifen mit der Hand oder auf einem Brett zu einer etwa 3mm dicken Nudel rollen. Die fertigen Nudeln auf ein Brett oder ein bemehltes Tuch legen. Da der Teig schnell austrocknet und sich die Pici damit schlechter formen lassen, rolle ich die Portion auf vier mal aus.

Man kann sie mit der Hand rollen oder auf dem Tisch oder Brett. Jeder hat seine optimale Technik.

Auch die Nudeln trocknen relativ schnell aus. Mir persönlich schmecken sie ein klein wenig besser, wenn sie recht frisch und feucht ins heiße Wasser kommen. Daher decke ich sie mit einer Klarsichtfolie ab. Man kann sie aber auch trocknen lassen. Es geht beides.

Die angegebene Portion ergibt so viele Nudeln.

Die Nudeln in einen großen Topf mit 3-4l kochendem Salzwasser geben, ab und zu umrühren und 2-3 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abseihen und sofort servieren.

Jetzt fehlt nur noch die Nudelsoße? Wie wäre es mit einer Tomatensoße mit Zwiebeln und Räuchertofu? (Rezept kommt die Tage.)

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