Pici alla cipolla, „pancetta“ e pomodoro

Schon lange ist dieses toskanische Kochbuch (Lori de Mori: Genießer Unterwegs, Toskana) in unserem Besitz. Wir haben es vor Jahren von einem Freund geschenkt bekommen, der von unserer Liebe zur Toskana wusste. Als ich neulich mal wieder darin stöberte kam mir die Idee, ein Rezept zu veganisieren und so entstand eine der momentanen Leibspeisen meines Sohnes, der aus dem Schwärmen gar nicht raus kommt. Natürlich muss er beim Pici (Rezept und Zubereitung gibts hier) rollen mithelfen, was er aber angesichts der bevorstehenden Gaumenfreuden mit Begeisterung tut.

Der im Original verwendete ungeräucherte Bauchspeck, pancetta genannt, lässt sich wunderbar durch angebratenen Räuchertofu ersetzen und passt sich wunderbar ins Geschehen ein. Aber probiert es selbst.Pici sind handgerollte spaghettiartige Nudeln, die aufgrund des Stärkemehlanteils unbedingt frisch hergestellt werden sollten, dadurch beim Kochen aber auch nicht zusammenkleben. Die Soße dieses klassischen toskanischen Gerichts ist so einfach wie genial. Einfach, weil außer Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und „Speck“, sowie ein wenig Olivenöl zum Anbraten nichts weiter drin ist. Der Clou ist, das die Zwiebeln zuvor gekocht werden. Das gibt der Soße ein besonders mildes Aroma.

Im Gegensatz zu den Nudeln lässt sich die Soße sehr gut vorbreiten, im Kühlschrank in einem verschlossenen Glas gut zwei Tage aufbewahren und im Wasserbad aufwärmen. Es spricht aber auch nichts dagegen, sie frisch zubereitet zu verzehren. Gerade die Vorbereitung ist praktisch, wenn das Essen für Gäste geplant ist und man sowieso schon mit Pici rollen beschäftigt ist.

Die angegebene Menge Soße reicht exakt für die verlinkte Menge Pici. Hier werden von dieser Portion drei hungrige Schleckermäuler satt. Als Vorspeise oder primi piatti kann man es für 4-5 Personen rechnen.

  • 100g Räuchertofu (gut ist auch Black Forrest Tofu)
  • 2-3 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 400g Tomaten (Stückchen aus der Dose oder frisch gehäutet und gestückelt)
  • frisch gemahlener Pfeffer

Die Zwiebel schälen und vierteln, in einem kleinen Topf ganz mit Wasser bedecken, aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen. Danach das Wasser abgießen und die Zwiebeln grob hacken.

In der Zwischenzeit den Tofu in kleine Würfelchen schneiden und in einer Pfanne bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten kross anbraten. Nach 5 Minuten das Salz und den kleingeschnittenen Knoblauch zugeben. Dann die gehacken Zwiebeln unterheben und einige Minuten mitbraten. Zum Schluß die Tomaten einrühren und das ganze 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Dabei immer wieder umrühren.

Es ist keine große Menge Soße, aber es ist genau die richtige Menge. Solche Kochbücher mag ich!

Die Pici auf Tellern anrichten, die Soße gleichmäßig darauf verteilen und mit mit der Pfeffermühle drübergehen. Wer will, kann auch veganen Parmesan darüberstreuen und das ganze mit einem Basilikumblatt garnieren.

Guten Appetit.

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Rezepte von brittlebrick. Permanentlink.

Über brittlebrick

Ich heiße Britta, bin 2014 zur veganen Ernährung gekommen und bezeichne mich selbst als Teilzeitveganerin. Ich interessiere mich generell für Ernährung, bin verheiratet und habe einen Sohn, der mein schäfster Kritiker ist und die Rezepte auf Familientauglichkeit testet. ;)

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